Weltweit 67 Journalisten in einem Jahr getötet

Weltweit 67 Journalisten in einem Jahr getötet

Palästinenser tragen in Gaza-Stadt den Leichnam des Al-Dschasira-Korrespondenten Anas al-Scharif.

Stand: 09.12.2025 09:58 Uhr

Ihre Arbeit hat im vergangenen Jahr weltweit 67 Journalisten das Leben gekostet – die meisten von ihnen wurden laut Reporter ohne Grenzen im Gazastreifen getötet. Zudem sitzen Hunderte Medienschaffende in Haft.

Binnen eines Jahres sind weltweit 67 Journalistinnen und Journalisten im Rahmen ihrer Arbeit getötet worden – die meisten von ihnen wurden Opfer von Kriegen oder kriminellen Netzwerken. Das geht aus der jährlichen Bilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen hervor, die den Zeitraum von Anfang Dezember 2024 bis Anfang Dezember 2025 umfasst.

Damit kamen in dieser Zeitspanne etwa so viele Journalisten um wie im Vorjahreszeitraum. 29 der getöteten Journalisten kamen demnach während eines Einsatzes im Gazastreifen ums Leben. Als “zweitgefährlichstes Land” führt die Bilanz Mexiko auf, wo neun Medienschaffende getötet worden seien.

Mehr als 500 Journalisten weltweit inhaftiert

Laut Reportern ohne Grenzen sitzen derzeit 503 Journalisten in insgesamt 62 Ländern in Haft – etwa 120 in China, gefolgt von Russland mit 48 Inhaftierten und Myanmar mit 47 Journalisten in Haft.

Insgesamt 135 Medienschaffende gelten zudem als vermisst, einige von ihnen schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Vermisstenfälle gibt es in 137 Ländern der Welt, doch eine Großzahl von Menschen verschwand in Ländern des Nahen Ostens und Lateinamerikas, hieß es in der Jahresbilanz. Besonders viele Fälle habe es in Syrien gegeben.

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