Auf der Dubai Air Show gewinnt der europäische Flugzeugbauer Airbus einen neuen Großkunden: Flydubai setzt künftig auf den A321neo. Die Airline Etihad bestellt außerdem neue Langstreckenjets.
Für Airbus hat sich die Teilnahme an der Luftfahrtschau in Dubai schon jetzt gelohnt. An Tag zwei der Messe unterschrieb der dort ansässige Billigflieger Flydubai einen Vorvertrag für 150 neue Mittelstreckenjets vom Typ A321neo.
Das Volumen des Auftrags beläuft sich auf 24 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet rund 21 Milliarden Euro. Laut Flydubai soll die Auslieferung der Flugzeuge 2031 beginnen. Für Airbus ist das ein großer Erfolg. Denn bisher setzte die Fluglinie aus dem Emirat am Golf ausschließlich auf Maschinen des US-Flugzeugbauers Boeing.
Der Airbus A321 ist die Langversion des Mittelstreckenjets A320neo. Sie bietet mehr Sitzplätze als die Standardversion.
Auch Etihad bestellt bei Airbus
Einen weiteren Auftrag erhielt Airbus von der arabischen Fluggesellschaft Etihad. Sie orderte insgesamt 13 Langstreckenjets der Typen A330neo und A350-1000. Hinzu kommen drei neue Frachter vom Typ A350F.
Etihad-Konkurrent Emirates hält sich bisher mit Bestellungen zurück. Ein erhoffter Großauftrag für das größte derzeit erhältliche Langstreckenmodell A350-1000 scheint nicht in Sicht. Er sei an dem Flugzeug nicht interessiert, weil die Triebwerke seine Anforderungen nicht erfüllten, sagte Emirates-Chef Tim Clark.
Am Montag hatte Emirates weitere 65 Großraumjets vom Typ Boeing 777X bei Airbus Konkurrenten geordert – und das, obwohl das Boeing-Modell inzwischen sieben Jahre Verspätung hat.
Wirtschaftsministerin: Aufträge sichern Airbus-Standorte
Neben den Golf-Airlines Flydubai und Etihad bestellte auch Air Europa neue Flugzeuge bei Airbus. Die spanische Fluggesellschaft will ihre Boeing-Langstreckenflotte erneuern. Zu diesem Zweck sollen bis zu 40 Großraumjets vom Typ A350-900 beschafft werden.
Im Rahmen ihrer Reise in die Golf-Region besuchte auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Luftfahrtmesse. Nach Gesprächen mit Industrievertretern zeigte sie sich erfreut über die jüngsten Bestellungen. Mit den neuen Aufträgen könnten Airbus-Standorte wie Hamburg langfristig gesichert werden, sagte Reiche.
