Laut Bahnchefin Palla wird die Sanierung des Gleisnetzes der Deutschen Bahn frühestens in zehn Jahren beendet sein. Die Generalsanierung sei “alternativlos”, da zu viele Jahre zu wenig investiert wurde.
Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Evelyn Palla, wirbt bei den Fahrgästen um Geduld für die begonnene Sanierung des maroden Gleisnetzes. “Die Schiene in Deutschland in Ordnung zu bringen, dafür werden wir zehn Jahre brauchen”, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.
Palla hält trotz Kritik die “Generalsanierungen” weiterhin für richtig: “Viele Jahre lang wurde zu wenig in das Schienennetz investiert”, argumentierte sie. “Deswegen können wir jetzt gar nicht anders, als ganze Korridore am Stück zu sanieren, wenn wir in großen Schritten vorankommen wollen.” Man baue nicht so, weil man jemanden ärgern wolle, “sondern weil das mittlerweile einfach alternativlos ist”.
Grundsanierung von 40 Strecken
Die Bahn kämpft seit Jahren mit einer störanfälligen Infrastruktur. Bund und Bahn wollen daher bis 2036 mehr als 40 vielbefahrene Strecken grundlegend sanieren, um das Netz nach und nach zu ertüchtigen. Die Abschnitte werden in der Regel über Monate voll gesperrt.
Zur Finanzierung sollen Mittel aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur fließen. In diesem Jahr will die Bahn mehr als 23 Milliarden Euro verbauen. Nach rund 26.000 Baustellen 2025 werden es in diesem Jahr voraussichtlich 28.000 sein.
