Zum wiederholten Mal binnen kurzer Zeit hat ein heftiger Wintersturm den Nordosten der USA getroffen. Zwischenzeitlich waren Hunderttausende Haushalte ohne Strom, der Flug- und Straßenverkehr wurde in New York eingestellt.
Ein heftiger Wintersturm hat im Nordosten der USA Millionen Menschen getroffen. Am Abend waren laut dem Portal “Poweroutage” noch immer etwa 500.000 Haushalte an der Ostküste ohne Strom – allein rund 280.000 davon in Massachusetts. In einigen Regionen wurde der Ausnahmezustand noch einmal verlängert.
Riesige Mengen Schnee brachten vielerorts das öffentliche Leben zum Erliegen. Im Bundesstaat Rhode Island fiel laut der Nationalen Wetterbehörde ortsweise fast ein Meter Schnee. In Massachusetts wurden teilweise mehr als 80 Zentimeter gemessen. Auch im New Yorker Central Park ging mehr als halber Meter Schnee nieder. Sturm und Schneemassen ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten an der Küste Überschwemmungen.
Wie ein “Hurrikan mit Schnee”
Wetterexperten stuften den Blizzard als sogenannten Bombenzyklon ein. Es sei wie ein “Hurrikan mit Schnee”, sagte der Meteorologe Ryan Maue der Nachrichtenagentur AP. Begleitet wurde der oft nasse und schwere Schnee von Wintergewittern mit Blitzen, was ein eher ungewöhnliches Phänomen für einen Wintersturm ist. Eine Blizzard-Warnung war für mehr als 40 Millionen Menschen ausgesprochen worden.
An den Flughäfen in New York und New Jersey lag der Flugverkehr komplett still. Laut dem Flugportal “Flightaware” wurden am Montag etwa 4.700 Abflüge und Ankünfte gestrichen. Zeitweise galt in New York auch ein Fahrverbot, der Nahverkehr funktionierte nur eingeschränkt. Behörden warnten alle Menschen, wenn möglich zuhause zu bleiben. Schulen und andere öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. Sie sollen am Dienstag aber wieder öffnen.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warb in den sozialen Medien für Freiwillige, die in der Stadt Schnee schaufeln sollten.
Serie von Extremwetter-Ereignissen
Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den USA. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten große Teile des Landes mit schweren Schneestürmen und ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zu kämpfen. Zahlreiche Menschen kamen ums Leben. Über Todesopfer infolge des aktuellen Sturms war zunächst nichts bekannt.
In einigen Gegenden ließ der Schneefall nach, weil der Sturm nach Norden weiterzog. Der Nationale Wetterdienst warnte aber, dass ein neuer Sturm in einigen Tagen noch mehr Schnee bringen könnte.
Mit Informationen von Giselle Ucar, ARD-Studio New York
