Asche aus äthiopischem Vulkan behindert Flugverkehr in Indien

Asche aus äthiopischem Vulkan behindert Flugverkehr in Indien

Satellitenbild der Aschewolke, die aus dem Vulkans Hayli Gubbi aufsteigt.

Stand: 25.11.2025 14:41 Uhr

Der Ausbruch des Vulkans Hayli Gubbi in Äthiopien ist glimpflich verlaufen – hat aber Tausende Kilometer entfernt Auswirkungen auf den Flugverkehr: In Indien mussten wegen der Aschewolke mehrere Flüge abgesagt werden.

Der erste Ausbruch des äthiopischen Vulkans Hayli Gubbi seit Tausenden von Jahren hat im rund 4.000 Kilometer entfernten Indien für Flugausfälle und Verspätungen gesorgt. Wegen einer Aschewolke in Teilen des indischen Luftraums fielen am Hauptstadtflughafen Delhi mindestens sieben internationale Flüge aus, wie die Nachrichtenagentur PTI berichtete. Auch mehrere Inlandsflüge wurden demnach abgesagt. Die indische Zivilluftfahrtbehörde DGCA riet den Fluggesellschaften, die Aschewolke mit ihren spitzen, scharfen Partikeln zu meiden und ihre Routen anzupassen.

Nach Angaben des Wetteramts befindet sich die Aschewolke in einer Höhe von etwa zehn Kilometern. Die flugstörenden Partikel sollen von Rajasthan, Delhi und Uttar Pradesh im Norden des Landes gegen Abend Richtung China abziehen. Dem indischen Fernsehkanal NDTV sagte ein Ökologe, die Wolke liege so hoch in der Atmosphäre, dass sie keinen unmittelbaren Effekt auf die Luft in Delhi habe. Im Hochgebirge des Himalaya sehe das schon anders aus.

Keine Todesopfer oder Sachschäden durch Ausbruch

Der Vulkan Hayli Gubbi in der Region Afar im Nordosten Äthiopiens war am Montag ausgebrochen. Die Eruption gilt als erste dokumentierte Aktivität des Vulkans seit mehreren Jahrtausenden und wird von Experten aufmerksam beobachtet. In einem Umkreis von 30 Kilometern leben nach Angaben des EU-Zentrums für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) rund 9.000 Menschen.

Nach Angaben der örtlichen Verwaltung gab es bei dem Ausbruch aber keine Todesopfer oder Sachschäden. Eine Aschewolke stieg bis auf 8,5 Kilometer Höhe auf und trieb ostwärts zunächst über die Arabische Halbinsel und Pakistan.

Mit Informationen von Stephanie Markert, ARD-Studio Neu Delhi

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