Der Winter hat Deutschland fest im Griff – für viele Autofahrer wurden die vereisten Straßen zu einer gefährlichen Schlitterpartie. Aus mehreren Teilen Deutschlands werden zahlreiche Unfälle gemeldet.
Wegen vereister und verschneiter Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten zu Behinderungen und Unfällen gekommen. Teils blockierten Lkw Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt werden mussten. Auch Pkw-Fahrer haben Probleme.
So gab es in Baden-Württemberg wegen Glätte und Schnee mehrere Probleme auf den Straßen: Vor allem im Ostalbkreis, rund um Ulm, Baden-Baden und Stuttgart gab es zahlreiche Unfälle, meldete der SWR. In Willstätt im Ortenaukreis wurde ein 15-jähriges Mädchen schwer verletzt.
Mehrere Unfälle auch in NRW
Viele Unfälle auch in Nordrhein-Westfalen: Am Morgen meldete die Polizei auf der A44 Dortmund Richtung Kassel mehrere Unfälle, wie der WDR berichtet . Schwerverletzte gab es zum Glück nicht. Auf der A2 Dortmund Richtung Hannover verlor ein Lkw-Fahrer bei Oelde die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem Pkw. In der Nacht hatten sich auf der A2 bei Herford an einer Steigung mehrere Lkw festgefahren. Die Autobahn musste mehrmals kurzzeitig gesperrt werden.
Auf der A93 in der Oberpfalz in Bayern kippte ein Lastwagen mit 20 Tonnen Lachs um. Der Anhänger platzte auf und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Beim Versuch auszuweichen stießen sieben weitere Autos zusammen. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet. Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für rund zwölf Stunden gesperrt. Sowohl der Lastwagenfahrer als auch die Autofahrer blieben unverletzt.
Auch der Norden von Glätte betroffen
Auch der Norden ist von Glätte und Schnee betroffen: Auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden.
Verkehrschaos in Hamburg am Freitag
Im Laufe des Vormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen Deutschlands wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet. In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen.
Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zu fahren, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln.
