Eis, Schnee, Kälte – und ein Ende ist nicht in Sicht: Zum Wochenstart müssen Pendler vielerorts mit Einschränkungen auf Straßen und Schienen rechnen. Dazu kommt: Die Gewerkschaft Verdi hat flächendeckend zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen.
Die Gefahr von gefrierendem Regen, Schneeglätte und rutschigen Straßen hält auch zum Start in die neue Woche in mehreren Regionen Deutschlands an. In der Nacht zum Montag könne im Westen und Nordwesten etwas Regen fallen, im Nordwesten sowie vereinzelt Richtung Landesmitte zeitweise gefrierend oder als Schnee, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Lokal bestehe dann Glatteisgefahr.
Osten des Landes besonders betroffen
Besonders kalt wird es in Berlin und Brandenburg. Hier rechnet der Deutsche Wetterdienst am Montag mit bis zu -9 Grad – und in den kommenden Tagen soll es noch kälter werden. Die Berliner Stadtreinigung stellt angesichts des anhaltenden Winterwetters kostenlos Streusplit für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung, um teils spiegelglatte Gehwege sicher zu machen.
Aus Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits am Wochenende teils massive Verkehrsbehinderungen gemeldet. Vor allem Bahnpendler müssen Geduld aufbringen, vor allem auf der Strecke Stralsund – Berlin kommt es immer wieder zu Einschränkungen, weil Oberleitungen vereist sind.
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr
Verschärft werden dürften die Verkehrsprobleme am Montag noch durch Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi in fast allen Bundesländern aufgerufen – in Niedersachsen gilt allerdings noch die Friedenspflicht. In vielen Städten bleiben Busse und Bahnen am Montag in ihren Depots oder fahren in sogenannten Leerfahrten ohne Passagiere, um Oberleitungen eisfrei zu halten.
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten und längere Ruhezeiten, aber auch höhere Zuschläge.
