Weiterer Kältebus in Berlin angezündet: Tatverdächtiger gefasst

Weiterer Kältebus in Berlin angezündet: Tatverdächtiger gefasst

Kältebus der Berliner Stadtmission abgefackelt

Stand: 02.01.2026 09:10 Uhr

Bei einem weiteren Brandanschlag auf einen Kältebus der Berliner Stadtmission ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Das Fahrzeug ist allerdings fahruntauglich. Erst am Sonntag waren zwei Kältebusse angesteckt worden.

  • erneut Kältebus der Berliner Stadtmission in Moabit angegriffen
  • Tatverdächtiger in der Lehrter Straße gestellt
  • Mitarbeitende der Stadtmission mit Feuerlöschern zur Stelle

Schon wieder ist ein Kältebus der Berliner Stadtmission angesteckt worden. Das teilte der Hilfsverein am Neujahrsabend auf Instagram mit. Demnach hätte ein Mitarbeiter gemeinsam mit einer Sicherheitsfirma einen mutmaßlichen Tatverdächtigen auf frischer Tat ertappt und der Polizei übergeben. Ein Behördensprecher bestätigte auf rbb-Anfrage. Mit Feuerlöschern gelang es Mitarbeitenden der Stadtmission den Brand zu löschen. Jedoch ist der Bus nun fahruntauglich, so der Hilfsverein.
 
“Wir sind dankbar, dass der Fall so vermutlich abgeschlossen werden kann und unsere Kältebusse und Mitarbeitenden wieder sicher sind”, heißt es in der Instagram-Story weiter. Die Kriminalpolizei ermittelt, ob es sich bei dem Mann um denjenigen handelt, der bereits am vergangenen Wochenende zwei Kältebusse angezündet hatte.

Instagram-Story Kältebus

Nach erster Attacke erreichte Stadtmission Welle der Solidarität

Nach dem Angriff vom vergangen Sonntag erlebte die Berliner Stadtmission eine große Welle der Solidarität. Die Stiftung der Deutschen Bahn spendete 70.000 Euro für neue Fahrzeuge, die Gebewo lieh der Stadtmission einen Bus. Zahlreiche Privatpersonen und andere Stellen hatten Spendenbereitschaft signalisiert. “Danke für euren Zuspruch und eure Unterstützung die letzten Tage”, hieß es in der am Donnerstagveröffentlichten Instagram-Story.

Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) zeigte sich am vergangenen Sonntag über den mutmaßlichen Angriff erschüttert. “Wer Fahrzeuge zerstört, die dazu da sind, Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, greift nicht nur Sachwerte an, sondern gefährdet unmittelbar Leben”, teilte die Senatorin auf Instagram mit. “Die Kältebusse sind für viele der letzte Rettungsanker, der Weg in eine warme, sichere Unterkunft. Dass nun genau diese Hilfe mutwillig angegriffen wurde, ist unerträglich.”
 
Die Beschädigung der Busse sei angesichts der Minusgrade dramatisch und lebensgefährlich für viele Menschen, hatte Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi nach dem ersten Übergiff erklärt. Jede Nacht würden die Stadtmission 120 Anrufe erreichen.

Sendung: rbb|24 , 01.01.2026, 21:39 Uhr

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