VW plant massives Sparprogramm – Werksschließungen denkbar

VW plant massives Sparprogramm – Werksschließungen denkbar

VW-Logo vor dunklen Wolken.

Stand: 16.02.2026 12:57 Uhr

VW steckt in der Krise und will nun einem Medienbericht zufolge den Sparkurs massiv ausbauen. Die Kosten sollen um 20 Prozent gesenkt werden. Und auf einmal stehen auch wieder Werksschließungen im Raum.

Nach den Sparplänen bei der Kernmarke VW will der Volkswagen-Konzern auch insgesamt deutlich mehr sparen. Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20 Prozent gesenkt werden. Das berichtete das Manager Magazin unter Berufung auf Informationen aus dem Unternehmen.

Danach haben Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz ihren Sparplan schon Mitte Januar vor den 120 obersten Führungskräften angekündigt. Es könnten auch Werksschließungen zur Debatte stehen, heißt es in dem Bericht.

Konzern hält sich bedeckt

Dazu will sich VW bislang allerdings nicht äußern. Blume werde zur Vorlage der Bilanz 2025 am 10. März über den aktuellen Stand der seit Jahren laufenden Bemühungen um niedrigere Kosten informieren, so der Konzern.

Mit diesen Plänen setzt VW seinen bisherigen Sparkurs fort. Seit dem 2023 beschlossenen Plan zu mehr Profitabilität seien konzernweit Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe realisiert worden, so der Autobauer.

Mehrere Gründe für Kostendruck

Grund für den nächsten Schritt seien die Renditesorgen angesichts der Flaute in China, der US-Zollpolitik und des schwierigen Wettbewerbsumfelds, so der Medienbericht.

Blume wird mit den Worten zitiert: “Wir müssen die Gewinnschwelle senken.” Das Sparziel von 20 Prozent sei “die Ambition” und gelte für alle Marken und Kostenarten. Dies entspräche einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro.

Plötzlich sechs Milliarden aufgetaucht

Dem Bericht zufolge steht der DAX-Konzern finanziell unter Druck. Die Ratingagentur S&P hatte den Ausblick für Volkswagen kurz vor Weihnachten auf “negativ” gesenkt und auf das Risiko verwiesen, dass der Autobauer die für sein Rating relevanten Finanzkennziffern verfehlen könnte.

Finanzchef Antlitz habe deshalb die kürzlich bekannt gegebenen sechs Milliarden Euro liquider Mittel aufgetrieben, unter anderem durch den Verkauf von Forderungen.

Bereits Stellenstreichungen vereinbart

Blume und VW-Markenchef Thomas Schäfer hatten bereits ein Sparprogramm für die Kernmarke VW aufgelegt. Dieses sieht Ergebnisverbesserungen von rund elf Milliarden Euro bis 2026 vor, um eine operative Umsatzrendite von 6,5 Prozent zu erreichen.

Nachdem es Verzögerungen gab, wurde das Zieldatum auf 2029 verschoben. Teil dieses Programms ist der Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland von 2025 bis 2030.

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