Vier Tote bei russischem Drohnenangriff in Region Charkiw

Vier Tote bei russischem Drohnenangriff in Region Charkiw

Vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestelltes Bild zeigt Rettungskräfte bei der Löschung eines Brandes in einem Privathaus in Bohodukhiv in der ukrainischen Region Charkiw.

Stand: 11.02.2026 12:20 Uhr

Bei einem nächtlichen Drohnenangriff bei Charkiw sind vier Menschen getötet worden. Auch Bahninfrastruktur und Stromnetze wurden getroffen. Zuvor hatte Präsident Selenskyj Änderungen bei der Flugabwehr angekündigt.

Bei einem nächtlichen Drohnenangriff nahe der ostukrainischen Stadt Charkiw sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden, darunter drei kleine Kinder. Wie der Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow mitteilte, traf eine Drohne in der Nacht das Wohnhaus der Familie. Neben den drei Kindern kam auch der 34-jährige Vater ums Leben. Die schwangere Mutter und ein 73-Jähriger seien verletzt worden.

In Saporischschja wurden nach regionalen Angaben Teile des Stromnetztes beschädigt. In 11.000 Haushalten sei daraufhin der Strom ausgefallen. Angegriffen wurde auch die Kleinstadt Bohoduchiw nordwestlich von Charkiw.

Kuleba sprach von einem gezielten Angriff auf die kritische Infrastruktur

Darüber hinaus wurde erneut die Eisenbahninfrastruktur zum Ziel russischer Angriffe. Nach Angaben aus Kiew attackierten russische Streitkräfte einen Bahnhof in der Region Dnipropetrovsk. Dabei seien Lokomotiven, Waggons und weitere Anlagen beschädigt worden. Zudem habe es einen weiteren Anschlag auf ein Bahn-Depot in der nordöstlichen Region Sumy gegeben. Der stellvertretende Ministerpräsident Oleksiy Kuleba sprach von einem gezielten Angriff auf zivile Logistik und kritische Infrastruktur.

Auch auf russischer Seite gab es Berichte über Angriffe. In der südrussischen Stadt Wolgograd sei es nach einem ukrainischen Drohnenangriff zu einem Brand in einer Raffinerie gekommen, teilte der dortige Gouverneur mit.

Selenskyj kündigte Änderung bei der Flugabwehr an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vorabend Veränderungen bei der Organisation der Flugabwehr angekündigt. In mehreren Regionen solle die Arbeitsweise der Einheiten umfassend umstrukturiert werden. Betroffen seien vor allem Abfangjäger, mobile Feuergruppen und die lokale Flugabwehr.

Die Ukraine leidet schwer unter den anhaltenden Drohnen- und Raketenangriffen Russlands, die die angespannte Energieversorgung weiter verschärfen. Millionen Ukrainer müssen inmitten des eisigen Winters täglich stundenlang ohne Heizung und Strom ausharren.

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