USA und Venezuela nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf

USA und Venezuela nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf

Delcy Rodríguez

Stand: 06.03.2026 • 06:52 Uhr

Die USA und Venezuela wollen ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen. Der Schritt solle Stabilität und wirtschaftliche Erholung in Venezuela fördern, hieß es aus Washington. In Caracas sprach man von “konstruktivem Dialog”.

Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, so das US-Außenministerium. “Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft.”

Die Übergangsregierung in Caracas sprach von einer neuen Phase des “konstruktiven Dialogs”, der auf Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen.

Seit 2019 keine diplomatischen Beziehungen

Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen hatte. Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro bei einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangen genommen und außer Landes gebracht. Er ist nun in New York, wo ihm wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll. Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs.

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