US-Onlinehändler Amazon streicht weltweit 16.000 Arbeitsplätze

US-Onlinehändler Amazon streicht weltweit 16.000 Arbeitsplätze

Mitarbeiter gehen durch eine Lobby der Amazon-Zentrale in Seattle.

Stand: 28.01.2026 15:19 Uhr

Amazon will weltweit rund 16.000 Stellen streichen. Als Grund nennt der US-Konzern auch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In welchem Ausmaß Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will in einer zweiten Entlassungswelle innerhalb von drei Monaten rund 16.000 Arbeitsplätze abbauen. Der Konzern reagiert damit auf den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Insgesamt sollen rund 30.000 Bürojobs wegfallen, was etwa zehn Prozent der Belegschaft in der Verwaltung entspricht. Betroffen sind vor allem die Cloud-Sparte AWS, das Einzelhandelsgeschäft, Prime Video und die Personalabteilung.

90 Tage, um intern neue Stelle zu suchen

Das Unternehmen werde seinen Mitarbeitern in den USA 90 Tage Zeit geben, um intern nach einer neuen Stelle zu suchen, erklärte Amazon-Vizepräsidentin Beth Galetti in einem Blogbeitrag. Beschäftigten, die keinen neuen Job innerhalb des Konzerns finden können, werde das Unternehmen Abfindungen und andere Unterstützung für den Übergang anbieten.

“Wir haben daran gearbeitet, unsere Organisation zu stärken, indem wir Hierarchiestufen reduziert, die Eigenverantwortung erhöht und Bürokratie abgebaut haben”, sagte Galetti.

Keine regelmäßigen Kürzungen geplant

Nach Angaben von Galetti müssen sich die verbleibenden Mitarbeiter deswegen jedoch nicht vor regelmäßigen Kürzungen fürchten. “Einige von Ihnen fragen sich vielleicht, ob dies der Beginn eines neuen Rhythmus ist – in dem wir alle paar Monate umfassende Kürzungen ankündigen. Das ist nicht unser Plan”, erklärte sie.

Die Stellenstreichungen kommen nur wenige Monate nach einer ersten Ankündigung des Unternehmens, 14.000 Stellen abbauen zu wollen. Amazons Vorstandschef Andy Jassy hatte wiederholt erklärt, Managementebenen abbauen und die Bürokratie verringern zu wollen. Denn dies bereite nach einer Einstellungswelle während der Pandemie den Führungskräften zunehmend Sorgen.

Die Personalkürzung ist die größte bei Amazon seit 2023. Damals strich das Unternehmen 27.000 Stellen. Im vergangenen Jahr warnte der Amazon-Chef die Mitarbeiter bereits, dass Künstliche Intelligenz zu einem Rückgang der Belegschaft führen werde, da Amazon immer mehr Abläufe automatisiere. Stand Ende September 2025 beschäftigte Amazon weltweit rund 1,58 Millionen Menschen.

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