Außergewöhnlicher Starkregen ist über den Süden Spaniens und Portugals niedergegangen. In Spanien gilt weiter erhöhte Alarmbereitschaft. Das Sturmtief könnte nun in Richtung Mallorca ziehen.
Das Sturmtief “Leonardo” hat im Süden Spaniens und Portugals mit Starkregen und stürmischen Winden Probleme verursacht. In der spanischen Region Andalusien mussten wegen Überschwemmungen etwa 3.000 Menschen aus tiefergelegenen Gebieten in Sicherheit gebracht werden. In einigen Regionen könnten in wenigen Stunden Regenmengen niedergehen wie sonst in einem ganzen Jahr, warnte der Wetterdienst.
Für Teile Andalusiens gilt die höchste Alarmstufe, Überschwemmungen und Erdrutsche sind möglich. Schulen blieben geschlossen, der Zugverkehr wurde auf einigen Strecken eingestellt und Straßen mussten gesperrt werden, wie der spanische TV-Sender RTVE berichtete.
Auch im Nachbarland Portugal, wo in der vergangenen Woche fünf Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen waren, galt für Teile des Landes erhöhte Alarmstufe. Ein etwa 60-jähriger Mann kam ums Leben, als er von den Fluten eines Flusses weggerissen wurde. Nach Angaben der Rettungskräfte wollte er durch ein überschwemmtes Gebiet fahren.
Unwetter noch bis Samstag
Die starken Winde und Niederschläge über der Iberischen Halbinsel sollen noch bis Samstag andauern. Auch auf der bei Deutschen besonders beliebten Ferieninsel Mallorca wurde vor den Auswirkungen von “Leonardo” gewarnt.
In den nördlichen und mittleren Regionen Portugals wurde auch vor starkem Schneefall gewarnt. Etwa 83.000 Haushalte und Unternehmen waren wegen der Regenfälle ohne Strom.
