Ukraine-Gespräche in Genf: Erster Verhandlungstag beendet

Ukraine-Gespräche in Genf: Erster Verhandlungstag beendet

Die Flaggen Russlands, der USA, der Schweiz und der Ukraine hinter einem Verhandlungstisch in Genf

Stand: 17.02.2026 21:25 Uhr

Zwei Tage lang verhandeln die Ukraine und Russland in Genf unter US-Vermittlung über ein mögliches Kriegsende. Nun ist die erste Runde der Gespräche beendet – nach außen drang nur wenig.

In Genf ist der erste von zwei Verhandlungstagen zwischen Ukrainern und Russen zu Ende gegangen. “Nach dem gemeinsamen Teil ist die Arbeit in thematischen Gruppen fortgesetzt worden”, teilte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow auf Telegram mit.

Die Unterhändler haben sich demnach auf “praktische Fragen und Mechanismen möglicher Lösungen” konzentriert. Er erwähnte dabei einen politischen und einen militärischen Block. Am Mittwoch sollen die Gespräche fortgesetzt werden, schrieb er.

An den zweitägigen Verhandlungen nehmen eine ukrainische und eine russische Delegation teil. US-Chefunterhändler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, vermitteln. Die Gespräche finden hinter verschlossenen Türen statt.

Sicherheitsfragen und humanitäre Fragen

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf die russische Delegation, die sechsstündigen Gespräche seien “sehr angespannt” gewesen.

Demnach sind auch Vertreter Deutschlands und anderer europäischer Länder mit Sicherheitsberatern vertreten. Gespräche der europäischen Regierungsvertreter mit den Delegationen der Ukraine und der USA seien “am Rande des Treffens” geplant, nicht mit Russland. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, dass etwa der außen- und sicherheitspolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, vor Ort sei.

Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow gesagt, am ersten Verhandlungstag seien keine “Neuigkeiten” zu erwarten, da die Gespräche am Mittwoch weitergeführt werden sollten.

Auf ukrainischer Seite hatte Umerow vor Beginn des Treffens auf Facebook erklärt, zu den geplanten Themen sollten “Sicherheitsfragen und humanitäre Fragen” zählen. Er beteilige sich “konstruktiv” und “ohne übermäßige Erwartungen”.

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