Tote und Vermisste nach Einsturz von Müllberg auf den Philippinen

Tote und Vermisste nach Einsturz von Müllberg auf den Philippinen

Luftaufnahme eines riesigen Müllbergs in Binaliw (Philippinen).

Stand: 09.01.2026 12:55 Uhr

Nach heftigem Regen auf den Philippinen ist ein Müllberg auf einer Deponie eingestürzt und hat zahlreiche Menschen verschüttet. Mindestens eine Frau kam ums Leben. Die Suche nach Vermissten dauert an.

Auf einer Abfalltrennanlage auf den Philippinen ist gestern ein großer Müllberg abgerutscht. Zahlreiche Menschen wurden von der gewaltigen Mülllawine mitgerissen, mindestens eine Person kam ums Leben. Viele weitere wurden verletzt. Unter den Müllmengen wurden auch mehrere umliegende Wohnhäuser begraben.

In der vergangenen Nacht sollen Rettungskräfte bereits zwölf Menschen aus den Trümmern geborgen und in Krankenhäuser gebracht haben. Mindestens 38 Menschen werden jedoch weiterhin vermisst, unter ihnen sollen vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deponie sein.

Nach dem Einsturz des Müllbergs auf einer Deponie in Cebu City dauert die Suche nach Vermissten weiter an.

Regen könnte Ursache des Einsturzes sein

Das Unglück trug sich in der Stadt Cebu City zu. Sie befindet sich rund 560 Kilometer südlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Laut örtlichen Behörden könnten anhaltenden Regenfälle in der Region dafür gesorgt haben, dass der Müllberg auf der Deponie instabil wurde und einstürzte.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Cebu City, Nestor Archival, wollen die Behörden nun Zelte und überdachte Bereiche für die Familien der Betroffenen einrichten. Die Stadtverwaltung werde die Familien auch bei der Bestattung der Toten unterstützen. Auf der Mülldeponie waren demnach 110 Arbeiter beschäftigt.

Mülldeponien auf den Philippinen zu unsicher?

Der Einsturz des Müllbergs in Cebu City ist nicht die erste Katastrophe in einer Abfallentsorgungsanlage auf den Philippinen. Das Land kämpft seit Jahren mit massiven Sicherheitsproblemen bei der Müllentsorgung – insbesondere in ärmeren Gegenden.

Im Juli 2000 geriet nach tagelangem Starkregen in einem Armenviertel von Quezon City im Großraum Manila ein riesiger Müllberg ins Rutschen. Dabei kamen mehr als 200 Menschen ums Leben. In der Folge hatte die Regierung strengere Sicherheitsregeln beschlossen und Besserung versprochen. Die Maßnahmen gelten jedoch auch als unzureichend.

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