Eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten: In Afghanistan kämpfen die Menschen gegen die Folgen von anhaltendem Regen und starkem Schneefall. Viele Häuser wurden zerstört. Mehr als 60 Menschen starben.
Heftiger Schnee und Regen haben in Afghanistan zu chaotischen Zuständen geführt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Landes kamen innerhalb von drei Tagen mehr als 60 Menschen ums Leben. 110 Menschen wurden verletzt.
Mehr als 450 Häuser seien ganz oder teilweise zerstört worden, sagte ein Sprecher in einer Videobotschaft. Insgesamt seien 360 Familien betroffen. Er rief die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten auf den verschneiten Straßen zu vermeiden. Betroffen von den Unwettern sind 15 der 34 afghanischen Provinzen.
Auch in Kabul hat es heftig geschneit.
Highway geschlossen
Die Rettungskräfte konnten den Angaben zufolge noch nicht alle Straßen freiräumen, um von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer zu erreichen. Eine der wichtigsten Straßen Afghanistans, der Salang Highway, wurde geschlossen, wie die Behörden der Provinz Parwan mitteilten. An Reisende, die auf einem Bergpass in der zentralen Provinz Bamjan festsaßen, wurden Lebensmittel verteilt.
Afghanistan ist häufig von extremen Wetterereignissen betroffen. Im Frühjahr 2024 kamen mehr als 300 Menschen durch Sturzfluten ums Leben. Jahrzehntelange Konflikte, eine marode Infrastruktur, eine schwache Wirtschaft, Abholzung und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels haben die Folgen solcher Katastrophen verschärft.
