Techniker Krankenkasse: Medikamente in Deutschland zu teuer

Techniker Krankenkasse: Medikamente in Deutschland zu teuer

Das Logo der Techniker Krankenkasse ist an einer Hausfassade zu sehen.

Stand: 14.01.2026 16:02 Uhr

Die Techniker Krankenkasse sieht ein Milliarden-Einsparpotenzial bei Medikamenten. In anderen Ländern seien Arzneimittel deutlich günstiger, kritisiert die TK – und schlägt drei Sparmaßnahmen vor.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat die aus ihrer Sicht zu hohen Medikamentenpreise in Deutschland kritisiert. Im Ausland seien viele Medikamente erheblich günstiger, um bis zu 76 Prozent.

“Verglichen mit den Arzneimittelpreisen in Norwegen, Südkorea oder Japan beispielsweise zahlen wir in Deutschland eindeutig zu viel für dieselben Produkte”, teilte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas mit.

Deswegen sieht die mitgliederstärkste Krankenkasse Deutschlands dringenden Handlungsbedarf: Der Staat solle sich darum kümmern, die Ausgaben für Medikamente zu senken, so Baas.

Einsparungen durch Steuersenkung

Wenn alleine die 30 umsatzstärksten Medikamente hierzulande ein ähnlich niedriges Preisniveau wie im Ausland erreichen würden, rechne die Techniker mit einem jährlichen Einsparpotenzial von 4,37 Milliarden für die gesetzliche Krankenversicherung.

Um diese Einsparungen zu ermöglichen, schlug die TK drei staatliche Maßnahmen vor. Zum einen forderte sie ein Absenken der Umsatzsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent.

Außerdem empfiehlt die Krankenkasse eine Erhöhung des Abschlags, den Hersteller auf patentierte Medikamente gewähren müssen – von 12 auf 17 Prozent. Darüber hinaus sollten sogenannte Fokuslisten eingeführt werden, aus denen Krankenkassen unter vergleichbaren Arzneimitteln eine wirtschaftliche Auswahl treffen könnten.

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