Tausende weitere Haushalte in Kiew nach Angriffen ohne Heizung

Tausende weitere Haushalte in Kiew nach Angriffen ohne Heizung

Eine in Wintersachen eingehüllte Frau steht auf dem Balkon eines durch russische Angriffe teils zerstörten Hauses in Kiew.

Stand: 12.02.2026 11:30 Uhr

Die russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew reißen nicht ab. Weitere fast 2.600 Gebäude sind infolge der jüngsten Attacken ohne Heizung. Auch Russland meldet mehrere ukrainische Luftangriffe.

Bei weiteren russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden. “Das Hauptziel des Angriffes waren Energieanlagen in Kiew, Odessa und Dnipro”, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Mehr als zehn Menschen seien verletzt worden.

Infolge der sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Tausende weitere Haushalte ohne Heizung. Wie der Bürgermeister der Stadt, Vitali Klitschko, mitteilte, sei durch die jüngsten Attacken “kritische Infrastruktur” beschädigt worden. Deshalb sei in fast 2.600 Gebäuden die Heizung ausgefallen.

Prekäre Lage in Kiew

Damit verschärft sich die prekäre Lage für die Bevölkerung in Kiew weiter. Nach russischen Angriffen auf ein wichtiges Kraftwerk war bereits vor den Attacken der vergangenen Nacht in rund 1.100 Wohngebäuden die Wärmeversorgung zusammengebrochen. Russland attackiert seit Monaten massiv die ukrainische Energieinfrastruktur. In den vergangenen Wochen sanken die Temperaturen in der Ukraine zeitweise auf etwa Minus 20 Grad Celsius.

Zwar hatte Russland seine Angriffe auf Energieanlagen der Ukraine auf Drängen der USA zwischenzeitlich eigenen Angaben zufolge eingestellt. Diese begrenzte Waffenruhe hielt jedoch nur wenige Tage.

Auch Russland meldet Angriffe

Auf russischer Seite wurden in der vergangenen Nacht ein Militärobjekt in der Region Wolgograd und die nordrussische Teilrepublik Komi angegriffen. Der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, bestätigte bei Telegram einen nächtlichen Raketenangriff. Dieser habe abgewehrt werden können, durch herabfallende Trümmer sei jedoch “auf dem Territorium eines Objekts des Verteidigungsministeriums nahe der Ortschaft Kotluban” ein Brand ausgebrochen. Es sei die Evakuierung des Ortes angeordnet worden. Verletzte und Schäden an ziviler Infrastruktur habe es nicht gegeben. Ukrainische Medien berichteten, bei dem Angriff seien Depots der russischen Raketenartilleriestreitkräfte getroffen worden.

Ziel des Angriffs in Komi war ukrainischen Angaben zufolge eine Raffinerie. In sozialen Netzwerken verbreitete Aufnahmen sollen Schäden an den Anlagen zeigen, unabhängig prüfen lassen sich diese Bilder nicht. Der örtliche Katastrophenschutz in Komi bestätigte zumindest einen Drohnenangriff, machte aber bislang keine Angaben zu den Folgen.

Außerdem seien in der russischen Region Tambow Drohnentrümmer auf ein technisches College und ein Geschäft in der Stadt Mitschurinsk gestürzt, teilte der dortige Gouverneur Jewgeni Perwyschow mit. Zwei Personen seien verletzt worden.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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