Tausende protestieren in Minnesota gegen US-Einwanderungsbehörde

Tausende protestieren in Minnesota gegen US-Einwanderungsbehörde

Anti-ICE-Protest in Minnesota

Stand: 24.01.2026 02:15 Uhr

In Minneapolis sind erneut Tausende gegen das Vorgehen der US-Einwanderungspolizei ICE auf die Straße gegangen. Hunderte Geschäfte beteiligten sich zudem an einem Streik. Die Demonstranten fordern den Abzug der ICE-Beamten.

Aus Protest gegen die harten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE sind im US-Bundesstaat Minnesota Tausende auf die Straßen gegangen – trotz zweistelliger Minusgrade. Hunderte Geschäfte blieben geschlossen, Beschäftigte blieben der Arbeit fern, Studierende und Schüler dem Unterricht. Am Flughafen Minneapolis nahm die Polizei nach Angaben der Flughafenbehörde mehrere Menschen fest. Grund für die Proteste war auch die Festnahme des fünfjährigen Liam Conejo Ramos.

Wut auf ICE wächst

Die Organisatoren der aktuellen Proteste fordern den Abzug des ICE aus Minnesota sowie eine unabhängige Untersuchung eines ICE-Beamten, der Anfang Januar eine 37-Jährige erschossen hatte. Die Regierung bezeichnete das Vorgehen als Notwehr, Demokraten und Demonstranten sprachen von übermäßiger Gewalt und mangelnder Transparenz bei der Aufarbeitung.

Die ICE-Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota sind nach Angaben der US-Regierung rund 3.000 Menschen festgenommen worden. Mehrere Klagen lokaler Behörden gegen das Vorgehen der Bundesbehörden sind derzeit bei Gerichten anhängig.

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