In deutschen Kitas fehlt es an Personal. Nur ein Bruchteil der Einrichtungen kann Kinder ausreichend fördern und betreuen, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Aber es gibt auch eine gute Nachricht.
Viele Kitas in Deutschland verfügen einer Studie zufolge nicht über ausreichend Personal, um den wachsenden Anforderungen von Kindern gerecht zu werden. Bundesweit erreicht nur knapp 14 Prozent der Kitas die wissenschaftlich empfohlene volle Personalausstattung. Das geht aus einer Analyse der Bertelsmann Stiftung und Forschenden der Uni Wien hervor.
Auffällig sind regionale Unterschiede. In Westdeutschland erreichen im Schnitt 16,3 Prozent der Kitas die volle Ausstattung, in Ostdeutschland mit Berlin sind es lediglich zwei Prozent. Besonders viele Einrichtungen mit geringer Personaldecke gibt es in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Vergleichsweise gut schneiden Baden-Württemberg und Bremen ab, wo jeweils rund ein Drittel der Kitas optimal ausgestattet ist.
Startchancen-Programm könnte helfen
Die Studie arbeitet mit einer neu entwickelten Personalausstattungsquote. Diese bezieht neben Größe und Altersstruktur der Gruppen auch den Anteil der Kinder mit ein, die zu Hause nicht Deutsch sprechen, sowie Kinder mit Anspruch auf Eingliederungshilfe.
Die Forscher heben auch eine positive Nachricht hervor: In der Mehrheit der Länder steigt die Personalausstattungsquote, je höher der Anteil der Kinder mit einer Behinderung ist. Sie mahnen jedoch, alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Ausgangslagen müssten gefördert werden. Das laut Koalitionsvertrag von Union und SPD geplante Startchancen-Programm für Kitas könne dabei helfen. Nach Angaben des Bundesfamilienministeriums wird seit Juli 2025 dazu beraten.
