Skispringer Philipp Raimund gewinnt Olympia-Gold von der Normalschanze. Der Obersdorfer siegt vor Tomasiak und den Bronzegewinnern Deschwanden und Nikaido.
Angesichts der Trainingsergebnisse hatten sich die deutschen Skisprungfans leichte Hoffnungen auf eine Medaille machen dürfen. Dass es für Philipp Raimund aber zu Gold reichen könnte, damit hätten die wenigsten gerechnet. Der Oberstdorfer ließ mit Flügen auf 102 und 106,5 Meter die Konkurrenz hinter sich und sicherte sich den Olympiasieg vor dem Polen Kacper Tomasiak sowie Ren Nikaido aus Japan und Gregor Deschwanden aus der Schweiz, die sich den Bronzerang teilten.
Cooler Raimund zur Halbzeit in Führung
Im Probedurchgang war Raimund Zweiter gewesen und hatte damit seine überragenden Trainingsleistungen bestätigt. Mit entsprechend Rückenwind ging er in seinen ersten Sprung und lieferte ab. Seinen Satz auf 102 Meter bei top Haltungsnoten konnte nicht einmal der slowenische Überflieger Domen Prevc kontern, der weit zurückfiel.
Unmittelbar nach der Landung hielt sich Raimund mit seinen Emotionen zurück, ballte nur cool die Faust. Dazu hatte er auch allen Grund. Mit einem Punkt Vorsprung auf den Franzosen Valentin Foubert ging er als Führender ins Finale.
Der deutsche Skispringer Philipp Raimund freut sich
Raimund behält beim zweiten Sprung die Nerven
Vor Raimunds entscheidendem Sprung hatten der Schweizer Gregor Deschwanden einen Satz auf 107 Meter vorgelegt sich punktgleich mit Ren Nikaido aus Japan an die Spitze gesetzt. Doch Kacper Tomasiak war noch besser bei gleicher Weite, aber top Haltungsnoten von 19,5.
Nachdem Kristoffer Sundal aus Norwegen dem Druck nicht standgehalten hatte und auch der Franzose Valentin Foubert nicht liefern konnte, stand nur noch Raimund oben. Der Oberstdorfer behielt die Nerven und durfte sich über seinen ersten Olympiasieg freuen. 106,5 Meter und entsrpechende Haltungsnoten brachten dem Oberstdorfer die Goldmedaille.
Hoffmann, Wellinger und Paschke abgeschlagen
Schlechter lief es für die zweite deutsche Hoffnung auf eine Medaille. Felix Hoffmann verpatzte im ersten Sprung die Landung und war mit Platz 13 nach dem ersten Durchgang raus aus dem Rennen um Edelmetall. Auch im Finale konnte er sich nicht mehr verbessern.
Pius Paschke und Andreas Wellinger, der 2018 in Pyeongchang triumphiert hatte, verpassten wie so häufig in dieser Saison die Top Ten. Wellinger wurde nach Sprüngen auf 102,5 und 104 Meter 17. “Ich bin nicht ganz zufrieden, aber auch nicht unzufrieden”, bilanzierte Wellinger im Sportschau-Interview. Paschke musste sich am Ende mit Rang 23 begnügen.
