Schnee, Unfälle und eine gesperrte Rheinbrücke

Schnee, Unfälle und eine gesperrte Rheinbrücke

Ein Lkw ist im Landkreis Bernkastel-Wittlich aufgrund der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen gekommen.

Stand: 16.02.2026 09:05 Uhr

Eisglatte Straßen, umgekippte Lkw: In mehreren Bundesländern ist es nach starkem Schneefall zu Unfällen gekommen. Die Leverkusener Rheinbrücke der A1 ist derzeit komplett gesperrt.

Der Rosenmontag hat in vielen Teilen Deutschlands mit Schnee und Glätte begonnen – und für zahlreiche Unfälle und Staus gesorgt. Die verkehrsreiche Leverkusener Rheinbrücke der A1 musste komplett für den Verkehr gesperrt werden. Der Grund: herabfallende Eisstücke und mehrere Unfälle. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren gefährlichen Situationen komme, warnte ein Polizeisprecher.

Die Sperrung werde möglicherweise bis in den Vormittag hinein andauern, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH Rheinland. Die Polizei rät, den Bereich großräumig zu umfahren. Täglich passieren mehr als 100.000 Fahrzeuge die wichtige Brücke der A1.

Umgekippter Transporter

Auch auf anderen Straßen kam es zu Behinderungen: Auf der A45 nahe Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen kippte ein Transporter zur Seite und blieb auf der zugeschneiten Fahrbahn liegen, der Fahrer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Auf der A1 geriet ein Lastwagen bei Glätte ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die Mittelleitplanke. Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen Bremen-Arsten und Brinkum voll gesperrt.

In Bayern kam ein Laster auf der A8 in Richtung München nahe Irschenberg bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab und rutschte die Böschung hinab. Dabei verlor er fast seine ganze Ladung: 18.000 der 20.000 Liter flüssiger Kalk sickerten in den Boden, wie die Polizei mitteilte.

Unfälle und blockierte Straßen

Zwei Menschen wurden bei einem Unfall in Rheinland-Pfalz schwer verletzt. Ebenfalls in Rheinland-Pfalz blockierte ein Lkw die B327 in Richtung Thalfang für mehrere Stunden. Er war auf der schneeglatten Straße abgekommen und mit dem vorderen Teil im Straßengraben stecken geblieben.

Auch in den kommenden Stunden ist Vorsicht geboten: Vor allem im Norden schneit es weiter. Im Nordosten Deutschlands gebe es vorankommenden Schneefall, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Westen und Südwesten des Landes geht dieser in den Niederungen in Regen über.

Auch Glättegefahr besteht laut DWD: Im Südosten und später von der Nordsee bis nach Sachsen falle Regen, der teils gefriere. In den Hochlagen der Mittelgebirge kann es teils kräftige Schauer oder Gewitter mit bis zu fünf Zentimeter Neuschnee in kurzer Zeit geben. Tagsüber wird östlich der Elbe Dauerfrost bei minus 4 bis 0 Grad erwartet.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *