Schnee und Eis: Verkehrschaos in Paris, Flugausfälle in Amsterdam

Schnee und Eis: Verkehrschaos in Paris, Flugausfälle in Amsterdam

Autos fahren bei Schneefall durch Paris, Frankreich.

Stand: 06.01.2026 12:49 Uhr

Kilometerlange Staus, Flug- und Zugausfälle: Das Winterwetter hat in Teilen Europas zu erheblichen Behinderungen geführt. Auch der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Glätte und strengem Frost.

Starke Schneefälle haben in Teilen Europas Flug- und Zugausfälle, Staus und Schulschließungen verursacht. Im Großraum Paris verursachte das Winterwetter mehr als 1.000 Kilometer Stau. Die Marke wurde laut dem Verkehrsdienst Sytadin am späten Montagnachmittag überschritten. Im Schnitt sind die Staus in der Region zu dieser Tageszeit insgesamt nur etwa 250 Kilometer lang. Im Verlauf des Abends nahm die Staulänge wieder ab. 

In der Region rund um Paris mit ihren eher milden Wintern haben Autos meist keine Winterreifen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region gab es wegen der widrigen Wetterbedingungen ein strengeres Tempolimit: Sie durften nach einer Anordnung der Pariser Polizei höchstens 80 Kilometer pro Stunde fahren. Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas entspannt.

Busverkehr in Paris unterbrochen

Die Wetterbedingungen hatten auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Zahl der Flüge an den Flughäfen Charles de Gaulle und Orly musste bis in den Abend hinein um 15 Prozent reduziert werden. Das teilte Verkehrsminister Philippe Tabarot mit. Grund dafür sei, dass die Start- und Landebahnen geräumt und die Flugzeuge enteist werden mussten.

In Paris wurde zudem zwischenzeitlich der Busverkehr unterbrochen, wie die Verkehrsbetriebe RATP mitteilten. Auch auf den regionalen Bahnstrecken gab es demnach Störungen.

Schneefall und Eis hatten auch den Nordwesten Frankreichs fest im Griff. Auch dort kam es zu Verkehrsstörungen. 

Flug- und Zugausfälle in den Niederlanden

‍Auch in den Niederlanden ​legte der Wintereinbruch den Flug- und Zugverkehr teilweise lahm. Die Bahngesellschaft NS teilte mit, dass wegen Problemen durch Schnee und frostige Temperaturen bis mindestens ‌10:00 Uhr keine ​Züge verkehren könnten.

Am ‍Amsterdamer Flughafen ‌Schiphol strich die Airline KLM mindestens 300 Flüge. Schnee und Eis beeinträchtigten damit den Flugverkehr an einem der wichtigsten europäischen Drehkreuze den fünften Tag in Folge. Erst am Montag waren an dem Flughafen rund ‌700 Flüge ausgefallen und der Fern- und Nahverkehr ‍der Bahn teilweise ​zum Erliegen gekommen.

Laut Medienberichten wurden in Utrecht mehrere Grundschulen geschlossen. Die nationale Wetterbehörde sagte für heute Glatteis und für Mittwoch weitere starke Schneefälle voraus.

Zahlreiche Schulen in Großbritannien geschlossen

In Großbritannien ist es ebenfalls winterlich. In Schottland bleiben zahlreiche Schulen geschlossen, in Glasgow fuhren die U-Bahnen am Morgen nicht, weil die Stromschienen vereist waren. In vielen Teilen des Vereinigten Königreichs gelten weiterhin Schnee- und Eiswarnungen, der Wetterdienst warnt vor heftigen Schneefällen für diese Woche – vor allem im Süden.

Selbst in Spanien, das im Sommer regelmäßig mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, frieren die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und es lag Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren. Die Wetterbehörde Aemet gab wegen Schnee, Kälte und teilweise stürmischen Winden Warnungen für weite Bereiche des Landes heraus.

Eisig kalte Nacht in Deutschland

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor Glätte und Frost. Die Nacht war nach Angaben des DWD eisig kalt. Vorausgesagt waren Tiefstwerte von minus 1 bis minus 10 Grad, im Südosten bei klarem Himmel sogar minus 17 Grad.

Für den Süden und Gebiete im Osten gilt eine amtliche Warnung des DWD vor strengem Frost. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, warnte der Wetterdienst.

Heute zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen Nordrhein-Westfalens, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile bleiben laut Wetterdienst im Dauerfrost. 

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