Russland hat die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei gab es mehrere Tote. Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine hat das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik verwendet.
Bei einem russischen Angriff auf die Ukraine, sind in Kiew vier Menschen getötet und 19 verletzt worden. Dies berichtet der Bürgermeister Kiews, Vitali Klitschko, auf Telegram. Der Angriff habe zudem erhebliche Schäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur verursacht.
Auch die Botschaft Katars sei beschädigt worden. Laut ukrainischen Behörden ist bei 500.000 Einwohnern in Kiew durch die Angriffe der Strom ausgefallen. Man arbeite so schnell wie möglich daran, die Versorgung wieder herzustellen, hieß es.
Der Angriff umfasste laut dem ukrainischen Militär 242 Drohnen und 36 Raketen. Bei einem Angriff auf ein Ziel in der Westukraine verwendete Russland eine neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums war der Einsatz eine Vergeltungsaktion für die angebliche Attacke auf die Residenz von Kremlchef Putin.
Oreschnik zum zweiten Mal eingesetzt
Über Opfer des Oreschnik-Angriffs ist bisher nichts bekannt. Der Gouverneur der Region sagte, die Rakete habe auf eine Infrastruktureinrichtung gezielt. Laut verschiedenen Medienberichten soll es sich dabei um einen Gasspeicher handeln.
Der Angriff mit der Hyperschall-Rakete auf die Westukraine ist bereits der zweite Einsatz einer Rakete dieses Typs auf die Ukraine. Der erste erfolgte im November 2024 auf die Großstadt Dnipro im Südosten des Landes. Beim ersten Einsatz war die Oreschnik ohne Gefechtssprengköpfe.
Sie gilt als neueste russische Waffenentwicklung und kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 km/h und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent.
