In den Vereinigen Arabischen Emiraten haben Russland, die Ukraine und die USA erneut über einen möglichen Frieden in der Ukraine verhandelt. Dabei beharrt Russland auf seinen Forderungen.
Die Verhandlungen als Opener im russischen Staatsfernsehen – und direkt danach ein Bericht über die russischen Erfolge auf dem Schlachtfeld. Russischen Medien zufolge sollen die Gespräche in Abu Dhabi zwischen den USA, Russland und der Ukraine am Freitag mehr als drei Stunden gedauert haben. Weitere Details wurden bislang jedoch nicht preisgegeben. Auch wie groß die russische Delegation ist, ist nicht bekannt.
Lediglich drei Namen wurden genannt: Die Delegation wird vom Chef des Militärgeheimdienst GRU, Igor Kostkjukow, geleitet. Er steht auf mehreren Sanktionslisten, darunter auf der europäischen, britischen und US-amerikanischen. Beteiligt sind auch der russische Präsidentenberater Juri Uschakow sowie Generalleutnant Alexander Sorin. Sorin war auch bei den Verhandlungen in Istanbul im Sommer 2025 dabei.
Position Russlands bekannt
Schon vor den Friedensgesprächen machte Russland seine Position klar. “Die Position Russlands ist gut bekannt”, so Kremlsprecher Dimitri Peskow. “Die Ukraine und die ukrainischen Streitkräfte müssen das Gebiet des Donbass verlassen und von dort abgezogen werden.” Dies sei für Russland eine “sehr wichtige Voraussetzung”, so Peskow.
Russland hat im Oktober 2022, rund acht Monate nach Beginn der sogenannten “Spezialoperation”, vier ukrainische Gebiete völkerrechtswidrig annektiert. Der Kreml hat nach Scheinreferenden in den betroffenen Gebieten die russische Verfassung geändert. Nun gehören unter anderem Luhansk und Donezk – gemeinsam Donbass genannt – aus russischer Sicht zum eigenen Staatsgebiet.
Weitere Punkte auf der Tagesordnung
“Es gibt zudem weitere Nuancen, die weiterhin auf der Tagesordnung der Verhandlungen stehen”, so Peskow. Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete im Vorfeld mit Berufung auf Verhandlungskreise, dass es Russland auch um das Ende von US-Sanktionen geht. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Russland sollen dem Wunsch Russlands nach wieder aufgenommen werden.
Weiterer Punkt ist eine militärische Pufferzone zwischen der Ukraine und Russland im Falle eines Waffenstillstandes. In den Gesprächen in Abu Dhabi soll es zudem auch darum gehen, wer die Waffenruhe überwacht. Sollte Kiew von seinen Positionen nicht abrücken, so hat Russland im Vorfeld angekündigt, die Ziele der sogenannten Spezialoperation “auf dem Schlachtfeld konsequent weiterzuverfolgen.”
