Russischer Krieg gegen Ukraine: Erneut gegenseitige Drohnenangriffe

Russischer Krieg gegen Ukraine: Erneut gegenseitige Drohnenangriffe

Karte der Ukraine und Russlands, hell schraffiert: von Russland besetzte Gebiete

Stand: 15.02.2026 13:26 Uhr

Russland und die Ukraine haben sich erneut gegenseitig angegriffen. Russischen Angaben zufolge haben ukrainische Drohnen ein Öldepot in der Region Krasnodar beschädigt. Die russische Armee griff mit Drohnen im Süden der Ukraine an.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Taman in der Oblast Krasnodar sind nach Angaben der örtlichen Behörden Anlagen zur Ölverladung beschädigt worden. Zwei Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals im Dorf Wolna seien beschädigt worden. Mehr als 100 Einsatzkräfte seien vor Ort, um mehrere Brände zu löschen.

Hafen von Taman ist wichtiger Umschlagplatz

Der Hafen von Taman ist ein wichtiger Umschlagplatz. Branchenexperten zufolge wurden dort im vergangenen Jahr rund 4,16 Millionen Tonnen Ölprodukte verschifft. Zudem exportiert Russland über den Hafen Getreide, Kohle und andere Rohstoffe. Krasnodar war wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der bereits 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.

Russische Truppen nehmen Ortschaft im Südosten ein

Auch die russische Armee griff den Süden der Ukraine erneut mit Drohnen an. Russische Truppen sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft im Südosten der Ukraine eingenommen haben. Es handele sich um das Dorf Zwitkowe in der Region Saporischschja, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Ministerium. Drei Menschen seien verletzt worden.

Die Frontlinien in dem Gebiet waren seit 2022 weitgehend statisch. Zuletzt verzeichnet Russland jedoch wieder Geländegewinne. Russland kontrolliert etwa 75 Prozent der Region Saporischschja.

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