Russische Angriffe legen Stromversorgung in Südukraine lahm

Russische Angriffe legen Stromversorgung in Südukraine lahm

Blick auf Wohngebäude in Kiew während eines Stromausfalls.

Stand: 08.01.2026 20:26 Uhr

Russische Raketenangriffe haben die Energieinfrastruktur in der Ukraine hart getroffen. Mehrere Regionen waren nach ukrainischen Angaben fast komplett von der Stromversorgung getrennt.

Die russische Armee versucht, das wichtige südukrainische Industriegebiet am Dnipro systematisch lahmzulegen. In der Nacht auf Donnerstag hat es schwere Raketenangriffe gegeben, unter anderem auf die Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih.

Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren dadurch nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast komplett von der Stromversorgung getrennt. Ausfälle gab es auch bei der Wärmeversorgung. Hunderttausende Zivilisten waren betroffen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die russischen Bombardements. In sozialen Medien schrieb Selenskyj, für solche Angriffe auf den Energiesektor, die die Menschen im Winter ohne Strom und Wärme ließen, gebe es keine militärischen Gründe.

Medienberichte: zahlreiche Verletzte

“Die verdammten Mistkerle haben zwei ballistische Iskander-Raketen auf Mehrfamilienhäuser abgefeuert”, schrieb der Bürgermeister von Krywyj Rih auf Telegram. Es gebe Opfer, teilte er ohne nähere Angaben mit. Medienberichte gingen von zahlreichen Verletzten aus. Unabhängige Bestätigungen für den Einsatz der Boden-Boden-Rakete “Iskander” gab es nicht.

Im vierten Kriegswinter hat Russland seine Angriffe auf das ukrainische Energiesystem in den vergangenen Wochen wieder verschärft. Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken, in Teilen des Landes auf minus zehn Grad. Damit wächst der Druck auf die ohnehin schwer angeschlagene Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

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