Reporter Peter Arnett mit 91 Jahren gestorben

Reporter Peter Arnett mit 91 Jahren gestorben

Peter Arnett

Stand: 18.12.2025 15:04 Uhr

Für seine Berichterstattung aus dem Vietnamkrieg bekam er 1966 den Pulitzer-Preis. Jetzt ist der Reporter Peter Arnett nach Angaben von US-Medien im Alter von 91 Jahren in Kalifornien gestorben.

Der für seine Reportagen aus Vietnam und dem Irak bekannte US-Kriegsreporter Peter Arnett ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Der frühere AP- und CNN-Korrespondent starb bereits am Mittwoch in Newport Beach, südlich von Los Angeles an Prostatakrebs, wie US-Medien unter Berufung auf Angehörige berichteten.

Pulitzer-Preis für Vietnam-Reportagen

Mit seiner Berichterstattung habe der gebürtige Neuseeländer “das Wesen des Krieges erfasst” und Generationen von Journalisten inspiriert, schrieb die New York Times in einem Nachruf. Für die Nachrichtenagentur AP berichtete Arnett rund ein Jahrzehnt lang von den Schlachtfeldern in Vietnam. 1966 wurde seine Arbeit mit dem Pulitzer-Preis geehrt.

Interviews mit Hussein und bin Laden

Weltweit bekannt machten ihn aber seine Berichte aus dem Irak. Während fast alle westlichen Journalist kurz vor Ausbruch des zweiten Golfkriegs das Land verlassen hatten, berichtete Arnett im Januar 1991 live aus Bagdad.

Arnett führte auch exklusive und teils umstrittenen Interviews, etwa mit dem damaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein. Im Jahr 1997 interviewte er den späteren Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Osama bin Laden. 

2007 ging Arnett in den Ruhestand und unterrichtete laut New York Times Journalismus an einer Universität in China.

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