Deutsche Rentner bekommen ab Juli mehr Geld. Ihre Bezüge steigen nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums um 4,24 Prozent und damit stärker als noch im Herbst prognostiziert.
Die Bezüge für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli um 4,24 Prozent und damit deutlich stärker, als noch im Herbst prognostiziert wurde. “Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt”, sagte Arbeitsministerin Bärbel Bas.
Wegen der Kopplung der Renten an die Löhne könnten die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben. Die Erhöhung muss nun noch formal vom Bundeskabinett und Bundesrat gebilligt werden, damit sie am 1. Juli in Kraft treten kann.
Wie die Erhöhung berechnet wurde
Maßgeblich für die Berechnung der Rentenerhöhung ist laut Arbeitsministerium die Lohnentwicklung. Sie basiert auf Daten des Statistischen Bundesamts und der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte der Versicherten. Daneben spielt auch die Veränderung der Sozialabgaben der Beschäftigten und Rentenbezieher eine Rolle.
Insgesamt ergibt sich laut Ministerium eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts zum 1. Juli 2026 von gegenwärtig 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung von 4,24 Prozent. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet diese Rentenanpassung einen Anstieg um 77,85 Euro im Monat.
Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, sagte, dadurch werde ein zentrales Leistungsversprechen der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt, nämlich dass die Renten den Löhnen folgten.
