Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 stehen fest. Das teilte die Jury des Preises in Leipzig am Vormittag mit. Jeweils fünf Nominierte in den Kategorien “Belletristik”, “Sachbuch/Essayistik” und “Übersetzung” stehen im Finale des renommierten Literaturwettbewerbs. Insgesamt 480 Werke aus 170 Verlagen wurden eingereicht.
Nominierte Romane blicken auf deutsche Geschichte
Das ist offensichtlich ein sehr geschichtsinteressierter Jahrgang.
Die fünf nominierten Romane verbindet laut MDR KULTUR-Literaturredakteur Jörg Schieke der Fokus auf die deutsche Geschichte. Während der Erste und Zweite Weltkrieg Themen in den Büchern von Kampmann und Gstrein seien, erzähle Bukowski von der DDR und Unruh von Deutschland als Einwanderungsland. “Das ist offensichtlich ein sehr geschichtsinteressierter Jahrgang”, so Schieke.
Sachbücher zu politischer und sozialer Geschichte
Auch die nominierten Werke in der Kategorie Sachbuch erzählen von politischer und sozialer Vergangenheit: Die Dresdner Schriftstellerin Ines Geipel (“Landschaft ohne Zeugen”), Marie-Janine Calic (“Balkan-Odyssee”) und Jan Jekal (“Paranoia in Hollywood”) beleuchten jeweils unterschiedlichen Facetten der NS-Zeit und des Exils. Manfred Pfister ist mit “Englische Renaissance” vertreten.
Außerdem wurde der Comic “Die Frau als Mensch II” von Ulli Lust nominiert. Die Autorin hatte im vergangenem Jahr für den ersten Teil ihrer Graphic Novel den Deutschen Sachbuchpreis erhalten.
In Leipzig geborene Übersetzerin erneut nominiert
In der Kategorie Übersetzung ist erneut die aus Leipzig stammende Timea Tankó nominiert, diesmal für ihre Übertragung von András Viskys “Aussiedlung”. Sie hatte bereits 2021 den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen.
Außerdem stehen Ulrich Faure (“Das Lied von Storch und Dromedar” von Anjet Daanje), Tina Flecken (“Eden” von Auður Ava Ólafsdóttir) sowie Petra Zickmann (“Ich gab dir Augen und du blicktest in die Finsternis” von Irene Solà) für ihre Übertragungen aus dem Niederländischen, Isländischem und Katalanischem auf der Shortlist.
Höhepunkt auf der Leipziger Buchmesse 2026
Der insgesamt mit 60.000 Euro dotierte Preis wird am 19. März im Rahmen der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis. Über die Auszeichnungen entscheidet eine siebenköpfige Jury.
In diesem Jahr gehören ihr Zita Bereuter, Kais Harrabi, Katharina Herrmann, Thomas Hummitzsch, Tilman Spreckelsen und Judith von Sternburg an. Den Vorsitz hat Katrin Schumacher.
Kristine Bilkau gewann Preis mit “Halbinsel”
2025 gewannen Kristine Bilkau mit ihrem Roman “Halbinsel” in der Kategorie Belletristik, Irina Rastorgueva für ihr Sachbuch “Pop-up-Propaganda” und Thomas Weiler für seine Übersetzung von “Feuerdörfer” aus dem Belarussischen.
