Neue Regeln für Tourismus: Capri verbietet größere Reisegruppen

Neue Regeln für Tourismus: Capri verbietet größere Reisegruppen

Blick auf Capri vom Wasser aus (Archivbild)

Stand: 08.02.2026 16:26 Uhr

Nur 13.000 Menschen leben auf Capri – doch im Sommer strömen täglich bis zu 50.000 Touristen auf die Insel und sorgen für überfüllte Häfen und Sehenswürdigkeiten. Der Gemeinderat will nun mit neuen Regeln gegensteuern.

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Capri gelten ab der kommenden Sommersaison strengere Regeln für Touristen: Dann werden nur noch organisierte Reisegruppen von maximal 40 Menschen an Land gelassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Demnach beschloss der Gemeinderat der Insel einstimmig entsprechende Regeln.

Diese sehen außerdem vor, dass Reiseleiter mit Gruppen von mehr als 20 Personen keine Lautsprecher mehr bei Führungen durch den Hauptort von Capri benutzen dürfen. Stattdessen sollen sie mit den Reisenden über Funkkopfhörer sprechen. Das soll andere Menschen – vor allem Einheimische – in der Umgebung vor Lärm und Belästigung schützen.

Die Reiseleiter dürfen sich zudem künftig nur noch durch ein unauffälliges Schild als Guide kennzeichnen – statt etwa mit Regenschirmen oder an Stöcken befestigten Tüchern auf sich aufmerksam zu machen. Sie müssen auch Sorge dafür tragen, dass ihre Gruppen während der gesamten Route geschlossen und sicher bleiben und nicht zu viel Raum einnehmen.

Zehntausende Besucher täglich in der Hochsaison

Das im Golf von Neapel gelegene Capri zählt zu den bekanntesten und meistbesuchten Urlaubszielen Italiens. Die Insel ist berühmt für ihre Villen mit weißen Außenwänden, ihre durch Buchten zerklüftete Felsenküste und die Luxushotels insbesondere im Hauptort.

In der Hochsaison erreichen die Besucherströme im Schnitt geschätzt bis zu 50.000 Menschen pro Tag. Auf der kleinen Insel leben gerade einmal etwa 13.000 Einwohner. Besonders im Sommer kommt es regelmäßig zu Überfüllung an Häfen, Aussichtspunkten und historischen Sehenswürdigkeiten.

Der Leiter des örtlichen Handelsverbands Ascom Confcommercio Capri, Lorenzo Coppola, begrüßte die nun vom Gemeinderat verabschiedeten Einschränkungen. Diese seien ein “unverzichtbares Mittel zur Entlastung” in belebten Bereichen und würden den Fußgängerwegen auf der Insel “wieder den ihnen zustehenden Platz zurückgeben”.

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