Nahost-Liveblog: ++ Iran dementiert Raketen-Abschuss auf Türkei ++

Nahost-Liveblog: ++ Iran dementiert Raketen-Abschuss auf Türkei ++

Masoud Peseschkian ist während einer Ansprache im iranischen Fernsehen zu sehen.


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Stand: 10.03.2026 • 07:39 Uhr

Irans Präsident Peseschkian hat nach Angaben aus Ankara den Start von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. Bei einem iranischen Angriff auf Bahrain wurde eine Frau getötet. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Iran wird seine Raketenangriffe nach Worten von Außenminister Abbas Araghtschi “so lange wie nötig” fortsetzen. “Wir sind bestens darauf vorbereitet, sie so lange wie nötig und so lange es dauert mit unseren Raketen anzugreifen”, sagte Araghtschi im US-Fernsehsender PBS News, Neue Gespräche mit den USA schloss er aus. Teheran habe zuletzt “sehr bittere Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht”.

Israels Armee hat nach eigenen Angaben eine Abschussvorrichtung für Raketen in Iran beschossen. Von dort aus seien “vor kurzer Zeit Raketen auf den Staat Israel abgefeuert wurden”.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Israel hat in der Nacht zum Dienstag nach Berichten libanesischer Staatsmedien Ziele im Süden und Osten des Libanon angegriffen. “Feindliche Kriegsflugzeuge verübten Luftangriffe auf die Orte Almadschadel, Schakra und Srifa”, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe es Luftangriffe im Bekaa-Tal im Osten des Libanon gegeben.

Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.

Die Entscheidung über ein Ende des Krieges mit den USA und Israel liegt nach Ansicht der iranischen Revolutionsgarde ausschließlich bei Iran. “Wir werden es sein, die das Ende des Krieges bestimmen”, erklärten die Revolutionsgarden. “Der künftige Status der Region liegt jetzt in den Händen unserer Streitkräfte, die amerikanischen Truppen werden den Krieg nicht beenden”, hieß es weiter. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, der Krieg sei weitgehend entschieden.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Start von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdoğan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum abgefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.

Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau getötet worden. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.

Neue Aufnahmen eines Angriffs auf eine Mädchenschule in Iran untermauern die Vermutung, dass die USA für die Militäroperation am 28. Februar verantwortlich waren. Das Video, zuerst von der Investigativgruppe Bellingcat analysiert, wurde am Tag des Angriffs aufgenommen und erst am Sonntag von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Es zeigt, wie eine Rakete ein Gebäude trifft und Rauch in die Luft steigt. Die Nachrichtenagentur AP konnte das Video geolokalisieren und bestätigen, dass es in der Nähe der Schule aufgenommen wurde.

Ein Forscher der Expertengruppe identifizierte die Munition als Tomahawk-Marschflugkörper – eine Waffe, über die in diesem Krieg nach bisherigem Wissen nur die USA verfügen. Es ist der erste Hinweis auf die bei dem Angriff eingesetzte Munition. Die Schule grenzt an einen Stützpunkt der Revolutionsgarden in Minab im Süden Irans. Bei der Explosion starben 165 Menschen.

Wegen des Iran-Kriegs verlängert Lufthansa den Flugstopp für den Nahen Osten. Dubai und Abu Dhabi werden frühestens nächste Woche wieder angeflogen, Tel Aviv erst Anfang April. Die Verbindungen von und nach Teheran sind schon bis Ende April komplett abgesagt. Der Flugstopp gilt auch für die Lufthansa-Töchter Eurowings, Austrian, Swiss und Brussels Airlines.

Die Präsidenten der USA und Russlands haben in einem Telefonat über den Iran-Krieg gesprochen. In Teheran haben Tausende Anhänger des Regimes für den neuen obersten Führer demonstriert.

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