Nach Signa-Pleite: Rossmann-Gründer steigt beim Elbtower ein

Nach Signa-Pleite: Rossmann-Gründer steigt beim Elbtower ein

Die Baustelle des Elbtowers an den Elbbrücken in der Hafencity.a

Stand: 20.01.2026 15:24 Uhr

Für den Weiterbau des Hamburger Elbtowers nach der Signa-Pleite vor zwei Jahren hat sich nun ein weiterer finanzkräftiger Investor gefunden: Drogerieketten-Gründer Dirk Roßmann.

Der Unternehmer Dirk Roßmann beteiligt sich am geplanten Weiterbau des Hamburger Elbtowers. Das Bundeskartellamt stimmte der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zu. Daran sind neben dem Gründer der Drogeriekette Rossmann auch der Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken, der Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung sowie das Bauunternehmen Adolf Lupp beteiligt.

Nach Angaben des Bundeskartellamts ist das Fusionsvorhaben unproblematisch. Die Freigabe sei ohne ein förmliches Hauptprüfverfahren innerhalb weniger Wochen erteilt worden.

Halbfertiger Rohbau

Bereits seit Dezember 2024 verhandelt Immobilienentwickler Becken exklusiv mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf des halbfertigen Rohbaus am Ostende der HafenCity.

Im Oktober 2023 hatte der Bauunternehmer Lupp dort die Arbeiten eingestellt, weil die Signa-Holding des österreichischen Immobilieninvestors René Benko Rechnungen nicht bezahlt hatte. Ende November beantragte die Holding dann mit Verbindlichkeiten von rund fünf Milliarden Euro ein Sanierungsverfahren.

Kurz darauf meldeten auch die beiden Kerngesellschaften Signa Prime Selection und Signa Development Selection Insolvenz an. Der Elbtower gehörte zum Portfolio der Development Selection.

Stadt plant Naturkundemuseum im Elbtower

Einer Eckpunktevereinbarung vom Oktober 2025 zufolge will die Stadt Hamburg in den untersten zwölf Stockwerken des Elbtowers ein geplantes Naturkundemuseum unterbringen – und dafür fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro übernehmen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher ging zuletzt von einer Fertigstellung des Elbtowers und vom Einzug des geplanten Naturkundemuseums bis Ende 2029 aus. “Die Baugenehmigungen liegen ja im Prinzip schon vor”, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. “Das heißt, es ist eine Frage von wenigen Jahren.”

Der Elbtower soll statt der ursprünglich geplanten 245 Meter nur noch 199 Meter hoch werden – aktuell ist die Bauruine etwa 100 Meter hoch. Der Londoner Stararchitekt David Chipperfield hat der Änderung bereits zugestimmt. Durch die Reduzierung entfallen zwölf Büroetagen, die Nutzfläche sinkt von 120.000 auf knapp 100.000 Quadratmeter.

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