Nach Asyl für Ex-Regierungschefin: Peru bricht Beziehungen zu Mexiko ab

Nach Asyl für Ex-Regierungschefin: Peru bricht Beziehungen zu Mexiko ab

Polizisten vor mexikanischen Botschaft in Lima, Peru

Stand: 04.11.2025 03:42 Uhr

Gegen die peruanische Ex-Ministerpräsidentin Chávez wird wegen versuchten Staatsstreichs ermittelt. Jetzt hat sie Asyl in der mexikanischen Botschaft in Lima gefunden – für Perus Regierung ein “unfreundlicher Akt”.

Aufgrund eines Asylantrags von Perus früherer Ministerpräsidentin Betssy Chávez setzt die peruanische Regierung die diplomatischen Beziehungen mit Mexiko aus.

Mexikos Entscheidung, Chávez in der Residenz der mexikanischen Botschaft in der peruanischen Hauptstadt Lima Asyl zu gewähren, sei ein “unfreundlicher Akt”, sagte Perus Außenminister Hugo de Zela. Das verschärfe die bestehenden Spannungen zwischen beiden Ländern.

Das Büro von Perus Interimspräsident José Jerí warf der mexikanischen Regierung wiederholte Einmischung in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes vor. Die mexikanische Regierung reagierte zunächst nicht auf Perus Entscheidung.

Chávez drohen bis zu 25 Jahre Haft

Die Behörden werfen Chávez vor, als damalige Ministerpräsidentin an einem gescheiterten Staatsstreich im Jahr 2022 beteiligt gewesen zu sein. Ihr droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 25 Jahren.

Der damalige Präsident Pedro Castillo hatte damals versucht, einen Ausnahmezustand zu verhängen und das Parlament aufzulösen, während die Abgeordneten ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn vorbereiteten.

Der Ex-Regierungschefin Chávez, hier vor Gericht im März, wird die Beteiligung an einem Staatsstreich vorgeworfen.

Castillo scheiterte daran, die Unterstützung des Militärs zu gewinnen, wurde rasch vom Kongress abgesetzt und anschließend wegen eines Putschversuchs festgenommen. Wegen des Vorwurfs eines versuchten Staatsstreichs sitzt er seitdem in Untersuchungshaft.

Castillos Ehefrau und Kinder sind derzeit in Mexiko, wo die Behörden Sympathie für den ehemaligen peruanischen Präsidenten zeigten. Castillo wurde nach der Ankündigung der Parlamentsauflösung im Dezember 2022 abgesetzt.

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