MSC-Liveblog: ++ Chinas Außenminister fordert Kooperation mit EU ++

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Wang Yi


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Stand: 14.02.2026 08:39 Uhr

Vor seiner Rede bei der Sicherheitskonferenz spricht sich der chinesische Außenminister Wang für vertiefte Beziehungen mit der EU aus. Zehntausende werden in München bei einer Demo gegen die iranische Regierung erwartet.

Mit großer Spannung wird um 9.00 Uhr der Auftritt von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Die zentrale Frage ist: Wird er an die scharfen Attacken von Vizepräsident JD Vance gegen die europäischen Verbündeten aus dem Vorjahr anknüpfen oder versöhnliche Töne anschlagen? Vor seiner Abreise nach München klang Rubio so, als würde er zu Letzterem tendieren. “Europa ist uns wichtig”, sagte er. Er betonte aber auch, dass er über die Gestaltung einer neuen Weltordnung sprechen wolle.

Am Rande der Sicherheitskonferenz wollen in München am Nachmittag Zehntausende Menschen gegen die Regierung im Iran protestieren. Zu einer Großdemonstration auf der Theresienwiese erwarten die Organisatoren 100.000 Teilnehmer. Noch offen ist, ob der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, bei der Kundgebung sprechen wird. Pahlavi sprach gestern bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat die EU zu mehr Zusammenarbeit mit China aufgerufen. China und die EU sollten Differenzen beilegen, die praktische Zusammenarbeit vertiefen und gemeinsam globale Herausforderungen angehen, sagte er laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Wang bezeichnete die EU als einen Partner und nicht als Rivalen.

Bei Treffen mit seinen deutschen und französischen Amtskollegen am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Wang laut Xinhua auch, dass Chinas Entwicklung eine Chance für Europa darstelle und dass die Herausforderungen Europas nicht von China ausgingen. Wang spricht heute um etwa 09:30 Uhr auf der Sicherheitskonferenz

Die Münchner Sicherheitskonferenz geht heute in den zweiten Tag. Den Ton setzte gestern zum Auftakt Kanzler Friedrich Merz. Er plädierte für einen Neustart der transatlantischen Beziehungen zu den USA mit einem starken und weitgehend eigenständigen europäischen Pfeiler. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warb in seiner Rede dafür, Europa zu einer “geopolitischen Macht” zu machen. Man müsse als Europäer denken und handeln, sagte er.

Es ist eine der wichtigsten Sicherheitskonferenzen der letzten Jahrzehnte. Und sie ist so prominent besetzt wie nie zuvor. Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs und rund 100 Außen- und Verteidigungsminister nehmen teil.

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