Kurz nach den Gesprächen über ein Ende des Krieges greift Russland die Ukraine erneut massiv mit Bomben und Drohnen an. Laut Behörden wurden mehrere Menschen getötet. Auch auf die Energieinfrastruktur gab es erneut Attacken.
Russland greift die Ukraine weiter massiv an. Die Region Odessa wurde laut Behörden von rund 50 Drohnen attackiert, in der gleichnamigen Stadt seien drei Tote aus den Trümmern geborgen worden, zudem habe es etwa 30 Verletzte gegeben.
Gouverneur Oleh Kiper erklärte, die Drohnen hätten unter anderem Dutzende Wohngebäude, eine Schule und einen Kindergarten beschädigt. Das Energieunternehmen DTEK teilte mit, dass eine seiner Anlagen stark beschädigt worden sei.
Tote auch in Slowjansk, Saporischschja und Cherson
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP traf im Osten der Ukraine eine Gleitbombe die Stadt Slowjansk. Dabei sei ein Ehepaar getötet worden. Auch in der Region Saporischschja im Süden und in der Nachbarregion Cherson gab es demnach jeweils ein Todesopfer. Zudem sei eine Anlage des staatlichen Gasunternehmens Naftogaz im Westen der Ukraine getroffen worden – bereits zum fünften Mal in diesem Monat.
In der Region Charkiw wurde laut Behörden zudem ein Personenzug mit 155 Menschen an Bord von Drohnen angegriffen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtet, wurden dabei drei Personen getötet und zwei weitere verletzt. Vizepremierminister Oleksij Kuleba bezeichnete den Angriff als “direkten russischen Terrorakt”.
Erstmals wieder direkte Gespräche
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Angriffe Russlands würden die laufende Diplomatie “untergraben”. Zuletzt hatte es erstmals seit längerer Zeit wieder direkte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über eine Beendigung des Krieges gegeben – im Beisein der USA. Sie sollen am Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten fortgesetzt werden.
