Marktbericht: Turbulenter Start in den Februar erwartet

Marktbericht: Turbulenter Start in den Februar erwartet

Blick in den Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main.


marktbericht

Stand: 02.02.2026 08:00 Uhr

Auf einen turbulenten Januar dürfte wohl ein nicht weniger turbulenter Februar an den Börsen folgen. In Asien starteten die Märkte zum Teil mit deutlichen Abschlägen in den neuen Monat.

Nach Zolldrohungen und wenig ermutigenden Konjunktursignalen könntes auch auch im Februar am deutschen Aktienmarkt volatil weitergehen. “Schwankungen nehmen zu, Richtungsentscheidungen fallen härter aus”, stellen die Experten von Index Radar fest. Das Börsenjahr 2026 zeige sich von Beginn an deutlich nervöser, worauf die vergangenen Wochen einen Vorgeschmack geliefert hätten.

Der neue Monat startet neben wichtigen Konjunkturdaten wie dem US-Arbeitsmarktbericht auch mit der nächsten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Außerdem geht die Berichtssaison der Unternehmen weiter. Für den Deutschen Aktienindex (DAX) werden zum Handelsauftakt Verluste erwartet.

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Montag mit deutlichen Verlusten in eine ereignisreiche Woche gestartet. In Japan stützten zunächst positive Konjunkturdaten und politische Hoffnungen den ‌Markt. Umfragen deuteten auf einen klaren Sieg der Liberaldemokratischen Partei von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei den Wahlen in der kommenden Woche hin, was ‍den Weg für weitere Konjunkturprogramme ebnen könnte. Zudem wuchs die ‍Industrieproduktion so stark wie seit etwa dreieinhalb Jahren nicht mehr.

Auch bei den Edelmetallen geht es weiter begab. Nach dem historischen Crash am vergangenen Freitag verliert Gold weitere sieben Prozent an Wert. Damit liegt der Goldpreis inzwischen fast 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel unter seinem erst am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war.

Der Silberpreis am Montag liegt rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Dabei bleibt die Welt alles andere als sicher. Drohungen aus den USA gegenüber Iran sorgen auch an den Ölmärkten für weitere Turbulenzen.

Die Nominierung ‌von Kevin Warsh zum neuen US-Notenbankchef und unerwartet hohe Inflationsdaten haben ‍die Wall Street ins ‍Minus gedrückt. Zudem sorgten am Freitag Sorgen vor einem möglichen Stillstand der Regierungsgeschäfte in Washington für Zurückhaltung bei den Anlegern. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 48.886 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,9 Prozent auf 23.462 Stellen.

US-Präsident Donald Trump hatte den ehemaligen Fed-Gouverneur Warsh zum Nachfolger ‌für den amtierenden Notenbankchef Jerome Powell nominiert, dessen Amtszeit im Mai endet. Investoren bewerteten die Personalie als Signal für eine vergleichsweise straffe ‍Geldpolitik. Der 55-Jährige gilt zwar als Befürworter niedrigerer Zinsen, ‍dürfte aber vor einer aggressiven Lockerung der Geldpolitik zurückschrecken, wie sie mit anderen potenziellen Kandidaten in Verbindung gebracht wurde. Warsh hat sich zudem dafür ausgesprochen, die ‌Rolle ‍der Zentralbank in der Wirtschaft zurückzufahren.

Nvidia-Chef Jensen Huang hat Berichte über ein Zerwürfnis ‌mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI zurückgewiesen, zugleich aber Abstriche bei ‍der ursprünglich geplanten ‍Investitionssumme signalisiert. Es sei Unsinn, dass er unzufrieden mit dem Partner sei, sagte Huang am Samstag in Taipeh. “Wir werden eine riesige Investition in OpenAI tätigen.”

Beide Unternehmen hatten im Herbst eine Absichtserklärung über eine Partnerschaft mit einem solchen Investitionsvolumen veröffentlicht. ‍Über die genaue Summe der nun anstehenden Beteiligung ‍entscheide OpenAI-Chef Sam Altman, sagte Huang weiter. Damit reagierte er auf einen Bericht des Wall Street Journal, wonach die Allianz ‌ins ‍Stocken geraten sei.

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