marktbericht
Im frühen Handel kann der der deutsche Leitindex zwar die 25.000 Punkte überspringen, danach ging es aber von der wichtigen Marke wieder bergab.
Nach mehreren Anläufen in der vergangenen Woche knackt der deutsche Leitindex zum Wochenstart direkt die 25.000 Punkte – zumindest kurzzeitig. Im frühen Handel wagte der DAX sich auf 25.020 Punkte vor, fiel danach aber wieder unter die magische Marke.
Anlegerinnen und Anleger verhalten sich zum Wochenbeginn vorsichtig und wandten sich im weiteren Verlauf des Morgens von der wichtigen Marke wieder ab. Eine Stunde nach Handelsbeginn zeigt sich der DAX nahezu unverändert zum Schluss am Freitag.
Wenig Vorgaben kommen heute aus dem Ausland. In Asien wird nur in Japan und in Hongkong gehandelt, die Börsen in China bleiben aufgrund des Neujahrsfestes geschlossen. Auch in den USA ruht heute der Handel: Am bundesweiten Feiertag ehrt die Nation Gründungsvater George Washington.
Der Auftakt am Montag könnte dabei ein Richtwert für den restlichen Verlauf der Woche sein. Zumindest von konjunktureller Seite dürfte das Börsenbarometer wohl erst am Freitag wichtige Impulse aus den USA und aus Europa erhalten.
Bis dahin erwarten Analysten eine ruhige Woche. Sie gehen davon aus, dass der DAX um die 25.000 Punkte-Marke kämpfen wird, zweifeln aber daran, ob er sie nachhaltig überspringen kann.
Zunächst ruhte der Fokus in Asien: Die japanische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal um nur 0,2 Prozent und verfehlte damit die Prognosen der Analysten, die ein Plus von 1,6 Prozent prognostiziert hatten.
Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index verlor am Montag 0,2 Prozent auf 56.806 Punkte, während der breiter gefasste Topix um 0,8 Prozent auf 3.787 Zähler nachgab. Im Devisenhandel fiel der Yen um rund ein halbes Prozent auf 153,38 zum Dollar.
“Konsum, Investitionsausgaben und Exporte – Bereiche, von denen wir uns erhofft hatten, dass sie die Wirtschaft antreiben würden – waren einfach nicht so stark wie erwartet”, sagte Kazutaka Maeda vom Meiji Yasuda Research Institute. Damit steht die kürzlich im Amt bestätigte japanische Premierministerin Sanae Takaichi unter Druck.
Der Index in Hongkong schloss vor einer mehrtägigen Pause mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die Börsen auf dem chinesischen Festland bleiben zum Beginn des neuen Mondjahres die ganze Woche geschlossen. Auch die Märkte in in Südkorea und Taiwan haben anlässlich der Feierlichkeiten geschlossen, öffnen im Wochenverlauf jedoch wieder.
Bei Volkswagen stehen offenbar weitere Sparmaßnahmen ins Haus. Bis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20 Prozent gesenkt werden, berichtete das “Manager Magazin” unter Berufung auf Informationen aus dem Unternehmen.
Aktionäre reagierten verhalten auf die Nachricht. Nach einem kurzen Ausbruch nach oben notierte die Stammaktie eine Stunde nach Handelsstart rund 0,3 Prozent im Minus.
Zu den gefragtesten Werten gehörten Aktien aus dem Banken- und Versicherungssektor, die zuletzt stark geschwächelt hatten. Die Titel der Deutschen Bank stiegen um rund zwei Prozent, die der Commerzbank legten um 1,5 Prozent zu.
Auch im europäischen Umfeld zeigten sich Banken stärker als zuletzt. Die Aktie der spanische Santander stieg um rund drei Prozent, der Konkurrent BBVA und die niederländische ING standen mit rund anderthalb Prozent ebenfalls im Plus.
