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Israel berichtet über neue Angriffe auf Teheran. Offenbar wird die Rundfunkanstalt bombardiert. Die USA fordern ihre Staatsbürger auf, die Region zu verlassen. Über die Situation in der Straße von Hormus gibt es widersprüchliche Aussagen.
Israels Armee greift weiter Iran an. Dabei wurde auch die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in Teheran bombardiert. “Vor kurzem hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört”, teilte die israelische Armee mit. Der Chef des Senders bestätigte den Angriff zwar, betonte aber zugleich, der Sendebetrieb gehe weiter. Die staatliche Rundfunkagentur Iribnews betonte sogar, der Sendebetrieb sei “in keiner Weise beeinträchtigt”.
Kurz vor dem Angriff hatte ein israelischer Armee-Sprecher auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht, in dem auch die iranische Rundfunkanstalt liegt.
Angesichts des Krieges der USA und Israels mit Iran ruft das US-Außenministerium Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf “schwerwiegende Sicherheitsrisiken”.
Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen.
Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus Iran mit Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, wie die Armee mitteilte. In Tel Aviv und anderen Gebieten heulten die Sirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in die Schutzräume zu begeben.
Einem Bericht des Senders Fox News zufolge widerspricht das US-Militär der Darstellung des Iran, die Straße von Hormus sei gesperrt. Die wichtige Schifffahrtsroute sei weiterhin offen, meldet der Sender unter Berufung auf das Militär.
Eine direkte Stellungnahme des zuständigen US-Zentralkommandos (Centcom) lag nicht vor. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden erklärt, die Meerenge sei blockiert und jedes Schiff werde beschossen.
Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr des internationalen Ölhandels. Etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls werden durch die an ihrer engsten Stelle nur 33 Kilometer breite Wasserstraße transportiert. Die Furcht vor einem längeren Ausfall der Lieferungen ließ die Ölpreise am Montag in die Höhe schnellen.
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