Laura Nolte gewinnt Olympiagold im Zweierbob vor ihrer Teamkollegin Lisa Buckwitz. Kim Kalicki verpasst Bronze nur knapp.
Nolte, die schon nach zwei von vier Läufen in Führung gelegen hatte, brachte den Vorsprung ins Ziel und ließ sich den Olympiasieg nicht mehr nehmen. In 3:48,46 Minuten gewann sie mit 0,53 Sekunden Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Buckwitz.
Buckwitz, die in Pyeongchang 2018 noch als Anschieberin von Mariama Jamanka Olympiasiegerin geworden war, durfte sich über ihre erste Medaille als Pilotin freuen.
Bronze ging an Kaillie Humphries mit Anschieberin Jasmine Jones. Die US-Amerikanerinnen verwiesen die dritte Deutsche Kim Kalicki mit 0,15 Sekunden auf den undankbaren vierten Platz.
Nolte gelingt die Olympia-Titelverteidigung
Nolte zeigte mit Anschieberin Deborah Levi nach Bestzeit im zweiten Lauf auch in ihrem dritten Versuch die schnellste Fahrt. Mit ihrer Zeit von 57,26 Sekunden war sie zwar langsamer als in beiden Läufen gestern, doch keiner der ihr Nachfolgenden war in der Folge in der Lage, sie von der Spitze zu verdrängen.
Das galt auch für den vierten Lauf, in den Nolte mit 0,35 Sekunden Vorsprung gegangen war. Dort baute sie ihren Vorsprung von Kurve zu Kurve aus und gewann am Ende deutlich vor ihrer Teamkollegin Olympiagold. Damit gelang Nolte, die schon in Peking im Zweierbob triumphiert hatte, die Titelverteidigung.
Es sei schwieriger gewesen als in Peking, sagte Nolte in der Sportschau. “Vor vier Jahren waren die Kurve eins und zwei nicht so tricky. Da konnte man sich den ein oder anderen Fehler mehr erlauben.“
Buckwitz gewinnt Olympiasilber
Lisa Buckwitz hielt mit Anschieberin Neele Schuten ihre Silberposition, die sie zur Halbzeit innehatte. Danke einem nahezu fehlerfreien Lauf fehlten ihr vor dem Finale nur 0,35 Sekunden auf die Führende Laura Nolte bei gleichzeitig knapp zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Kaillie Humphries.
Im Finale blieb Buckwitz zwar nicht fehlerfrei, zeigte aber die zweitschnellste Fahrt und war so nicht mehr von Rang zwei zu verdrängen.
Kalicki lässt nach viertem Platz Zukunft offen
Kim Kalicki meldete mit ihrem dritten Lauf Ansprüche auf die Bronzemedaille an. Nur neun Hundertstelsekunden fehlten der Wiesbadenerin vor dem Finale aufs Podium. Nach einer tollen Startzeit leistete sich Kalicki einige Ungenauigkeiten. Ihr Fahrt reichte am Ende nicht aus und wurde von Kaillie Armbruster übertroffen. So blieb Kalicki nur der undankbare vierte Platz.
“Leider war die Fahrt zu schlecht, aber wir haben alles gegeben und mehr kann man nicht machen“, hielt sich die Enttäuschung bei Kalicki in Grenzen, die die Fortsetzung ihrer Karriere hinterher offenließ. Sie müsse erst ein paar Gespräche führen. “Dann muss ich schauen, ob es sportliche beim Bobfahren für mich weitergeht oder das das letzte Rennen war.“
