Israel und Iran setzen ihre gegenseitigen Angriffe fort. Während Israel eine neue Offensive ankündigt, schlägt Teheran in Tel Aviv und am Golf zurück. Nach US-Einschätzung ist Iran erheblich geschwächt.
Israels hat nach eigenen Angaben in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Man habe eine “großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet”, gab die Armee bekannt. Armeechef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Offensive angekündigt. Man werde das Regime und dessen militärische Kapazitäten weiter schwächen.
Im Libanon griff Israel weiter Stellungen der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an. Bewohner aus den Vororten von Beirut berichteten von Explosionen. Die Hisbollah rief ihrerseits Menschen im Norden Israels auf, alles israelischen Siedlungen im Umkreis von fünf Kilometern zur Grenze zu verlassen. Es ist die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch des Iran-Kriegs.
Iran greift Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien an
Iran beschoss nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis. Die saudische Luftabwehr habe drei ballistische Raketen abgefangen, erklärte das Ministerium auf X.
Die Revolutionsgarde erklärte am Morgen, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen. Ziel seien Orte “im Herzen von Tel Aviv”. Berichte über größere Schäden gab es bislang nicht.
Trump will über Irans künftige Führung mitbestimmen
Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. “Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Flugabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg”, sagte Trump. Ihre Raketen seien zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Trump teilte außerdem mit, er wolle bei der künftigen Führung des Iran mitbestimmen. “Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela”, erklärte er dem US-Nachrichtenportal Axios. Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei lehne er als neues Staatsoberhaupt ab. “Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel”, sagte Trump. Dieser sei ein “Leichtgewicht”. Zuvor hatte die US-Regierung bestritten, einen Machtwechsel im Iran zu verfolgen.
