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Kosten für Bürgergeldbezieher: Krankenkassen verklagen Bund
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Kosten für Bürgergeldbezieher: Krankenkassen verklagen Bund

By Blendy Writer
December 1, 2025 2 Min Read
Comments Off on Kosten für Bürgergeldbezieher: Krankenkassen verklagen Bund

Eine Hausärztin führt eine Ultraschalluntersuchung der Schilddruese durch.

Stand: 01.12.2025 16:02 Uhr

Im Streit über Milliardenkosten für Bürgergeldempfänger verklagen die gesetzlichen Krankenversicherungen den Bund. Die Krankenkassen warnen vor steigenden Beiträgen für die Versicherten.

Die gesetzlichen Krankenkassen verklagen den Bund im Streit über Milliardenkosten für Bürgergeldempfänger. Der Staat habe die Krankenkassen damit beauftragt, die gesundheitliche Versorgung der Bürgergeldbezieher zu übernehmen, lasse sie aber auf rund zwei Dritteln der Kosten sitzen, kritisierte der GKV-Spitzenverband in Berlin. “Das sind derzeit rund zehn Milliarden Euro Jahr für Jahr.”

Daher habe der GKV-Spitzenverband im Interesse der rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten die ersten Klagen beim Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen eingereicht. Weitere Klagen würden in den kommenden Tagen folgen. Über den Schritt hatte zuvor die Rheinische Post berichtet.

“Ab jetzt rollt die Klagewelle”

Immer und immer wieder habe man die Politik auf die “rechtswidrige Unterfinanzierung” bei den Beiträgen für Bürgergeldbezieher hingewiesen, kritisierte Uwe Klemens, Verwaltungsratsvorsitzender beim GKV-Spitzenverband. Immer wieder sei zwar viel versprochen, aber bis heute nichts eingehalten worden. “Ab jetzt rollt die Klagewelle und wir lassen nicht locker.”

Das Verhalten des Staates sei unfair gegenüber den gesetzlich Versicherten, kritisierte die Co-Verwaltungsratsvorsitzende Susanne Wagenmann. “Durch diese Unterfinanzierung steigen die Krankenkassenbeiträge schneller, die Unternehmen haben immer höhere Arbeitskosten und Beschäftigten bleibt immer weniger Netto vom Brutto.”

Auch die DAK will klagen

Mehrere Krankenkassen wie die DAK und die IKK Brandenburg und Berlin wollen sich der Klage anschließen. Der Vorstandsvorsitzende der DAK, Andreas Storm, kritisiert die Bundesregierung ebenfalls. “Auch wir klagen gegen die aktuellen Bescheide über die unzureichenden Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds für das Jahr 2026”.

Gegenüber der Bild sagte Storm: hätte die gesetzliche Krankenversicherung die ihnen zustehenden Bundesmittel von jährlich insgesamt zehn Milliarden Euro erhalten, könnten im Jahr 2026 die Beiträge für Versicherte und Arbeitgeber stabil bleiben. “Es geht um eine Entlastung um 0,5 Beitragspunkte”, so der DAK-Chef.

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