Kinopersonal zu Warnstreik aufgerufen – Berlinale betroffen

Kinopersonal zu Warnstreik aufgerufen – Berlinale betroffen

Sitze in einem leeren Kinosaal

Stand: 14.02.2026 04:47 Uhr

In mehreren deutschen Städten dürften heute Kinosäle leer bleiben. Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte der Konzerne CineStar und UCI zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen ist auch die Berlinale.

Die Gewerkschaft ver.di hat Beschäftigte der Kinokonzerne CineStar und UCI für diesen Samstag in mehreren Städten zu einem Warnstreik aufgerufen. Auch die Berlinale in der Hauptstadt ist betroffen. Die Mitarbeiter des Cubix am Alexanderplatz, in dem wie in zahlreichen anderen Kinos Festivalfilme laufen, sollen ihre Arbeit niederlegen.

Der Warnstreik setze ein Zeichen, sagte Verhandlungsführer Andreas Köhn. “Glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen passen nicht zusammen. Während sich die Hauptstadt im Glanz der Berlinale präsentiert, kämpfen viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne.”

Forderung liegt deutlich über Mindestlohn

Zentrale Forderung von ver.di ist ein Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde für die rund 2.500 Kinobeschäftigten bundesweit – deutlich oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Zu Ausständen aufgerufen wird auch in Leipzig, Frankfurt und Mainz.

In einem offenen Statement wenden sich die Streikenden an das Publikum: “Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis – und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.”

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