Israel identifiziert übergebenen Leichnam aus dem Gazastreifen

Israel identifiziert übergebenen Leichnam aus dem Gazastreifen

Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes im Gazastreifen auf den Weg zum Grenzübergang nach Israel.

Stand: 26.11.2025 08:38 Uhr

Israel hat nach eigener Aussage den zuletzt übergebenen sterblichen Überreste einer Geisel identifizieren können. Es handelt sich nach Regierungsangaben um einen 52-Jährigen aus dem Kibbuz Beeri.

Israel hat die am Dienstag von islamistischen Extremisten übergebenen sterblichen Überreste einer Geisel identifiziert. Es handele sich um Dror Or, teilte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit. Der 52-Jährige sei am 7. Oktober 2023, wie auch seine Frau, von islamistischen Terroristen getötet worden.

Or habe damals die Molkerei des Kibbuz Beeri geleitet, der sich in unmittelbarer Grenznähe zum Gazastreifen befindet. Als die Terroristen am 7. Oktober ihr Haus in Brand setzten, versteckte sich die Familie zunächst in dessen Schutzraum. Zwei der drei Kinder, Noam und Alma, wurden verschleppt und bereits während einer Waffenruhe im November 2023 freigelassen.

Die Terrororganisation Islamischer Dschihad hatte zuletzt mitgeteilt, die Leiche von Dror Or sei im zentralen Abschnitt des Gazastreifens gefunden worden. Im Gazastreifen werden nun noch zwei Leichname von verschleppten Menschen vermutet, die bislang nicht wie vereinbart an Israel übergeben wurden.

Für jede Tote Geisel 15 verstorbene Gaza-Bewohner

Vor der Übergabe befanden sich noch drei tote Geiseln im Gazastreifen, darunter ein aus Israel entführter Thailänder. Auf die Übergabe von Leichen hatten sich Israel und die islamistische Hamas im Rahmen der Waffenruhevereinbarung im Oktober verständigt.

Für jede israelische Geisel, deren sterbliche Überreste übermittelt werden, übergibt Israel laut der Vereinbarung die sterblichen Überreste 15 verstorbener Bewohner des Gazastreifens.

Hamas-Kämpfer und andere Terroristen hatten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und etwa 1.200 Menschen getötet und 251 verschleppt. Israel hatte kurz nach dem Überfall eine groß angelegte Militäroffensive auf den Gazastreifen mit seinen 2,3 Millionen Einwohnern gestartet. Dabei sollen Schätzungen zufolge rund 70.000 Menschen getötet worden sein. Am 10. Oktober trat ein Waffenstillstand in Kraft.

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