Im Iran sind erneut viele Menschen gegen das Regime auf die Straßen gegangen. Nach Angaben von Aktivisten ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 100 gestiegen. US-Präsident Trump bietet der Protestbewegung Hilfe an.
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind erneut zahlreiche Menschen gegen die Führung des Landes auf die Straße gegangen. Im Norden der Hauptstadt schlugen die Demonstrierenden auf Töpfe und riefen Slogans zur Unterstützung der Familie des 1979 gestürzten Schahs, wie ein von der Nachrichtenagentur AFP verifiziertes Video zeigte. Über dem Punak-Platz wurde Feuerwerk abgebrannt.
Die Zahl der Todesopfer bei den seit inzwischen zwei Wochen andauernden Protesten ist nach Angaben von Aktivisten auf mindestens 116 gestiegen. Die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency (HRANA) berichtete zudem, dass die Zahl der Festnahmen mehr als 2.600 Personen erreicht habe. Die Agentur stützt sich bei ihrer Berichterstattung auf ein Netzwerk von Aktivisten innerhalb des Iran. Unabhängig ließen sich die Zahlen nicht überprüfen.
Internet blockiert
Die iranische Führung blockiert immer noch das Internet wegen der landesweiten Massenproteste. US-Präsident Donald Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social: “Iran blickt möglicherweise wie nie zuvor auf Freiheit.” Die USA seien bereit, den Demonstrierenden zu “helfen”.
Auch in Berlin und Frankfurt am Main gingen Menschen auf die Straße. Rund 1.400 Menschen hätten sich an einer Demonstration vom Kurfürstendamm zum Adenauerplatz beteiligt, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Am Wittenbergplatz hätten sich zudem rund 300 Menschen versammelt. Auch in Frankfurt am Main gingen nach Angaben der Polizei bei mehreren Veranstaltungen rund 1.800 Menschen auf die Straße.
