Inflationsrate im Februar auf unter zwei Prozent gefallen

Inflationsrate im Februar auf unter zwei Prozent gefallen

Lebensmittel liegen in einem Supermarkt an der Kasse auf dem Band.

Stand: 27.02.2026 • 15:22 Uhr

Der Preisdruck in Deutschland hat etwas nachgelassen. Die Verbraucherpreise lagen im Februar nur noch um durchschnittlich 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Preistreiber blieben einmal mehr die Dienstleistungen.

Die Inflation in Deutschland ist im Februar auf 1,9 Prozent gesunken. Um so viel verteuerten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Waren und Dienstleistungen durchschnittlich im Vergleich zum Vorjahresmonat, auf Basis vorläufiger Zahlen. Im Januar lag die Teuerungsrate bei 2,1 Prozent, nachdem sie im Dezember mit 1,8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr gefallen war.

Preistreiber blieben einmal mehr die Dienstleistungen: Sie verteuerten sich um 3,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Januar 2026 betrug die Rate ebenfalls 3,2 Prozent. Für Energie mussten Verbraucher dagegen 1,9 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (Januar 2026: -1,7 Prozent). Die Preise für Nahrungsmittel zogen um 1,1 (Januar 2026: +2,1) Prozent an. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, blieb bei 2,5 Prozent.

Teuerung wieder im moderaten Bereich

Die Preiswelle, die Deutschland nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erfasst hatte, ist aber abgeebbt. Damals hatten sich Energie und Lebensmittel rasant verteuert, was die Inflationsrate auf 6,9 Prozent im Jahresschnitt 2022 und auf 5,9 Prozent im Jahr 2023 hochschnellen ließ. Bei einem Wert um die zwei Prozent liegt die Inflation heute wieder in einem moderaten Bereich. Die Europäische Zentralbank etwa strebt für den Euroraum ein stabiles Preisniveau bei mittelfristig 2,0 Prozent Inflation an.

Zudem haben viele Menschen dank steigender Löhne wieder mehr Geld in der Tasche: Im vergangenen Jahr stiegen die Einkommen erneut stärker als die Inflation. Unter dem Strich kletterten die Reallöhne laut Statistischem Bundesamt um 1,9 Prozent. Das Reallohnniveau aus dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 wurde damit fast wieder erreicht.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *