Inflation 2025: Energiepreise sinken, Dienstleistungen teurer

Inflation 2025: Energiepreise sinken, Dienstleistungen teurer

Ein Heizkörper hängt an der Wand einer Wohnung.

Stand: 16.01.2026 12:27 Uhr

Die niedrigeren Energiepreise haben dafür gesorgt, dass die Inflation zum Ende des Jahres 2025 so gering war wie schon lange nicht mehr. Einige Dienstleistungen dagegen wurden teurer. Was Experten für dieses Jahr erwarten.

Die Inflation hat im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 2,2 Prozent gelegen – genauso hoch wie im Jahr 2024. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. “Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert”, sagte die Präsidentin des Amtes, Ruth Brand.

Die Zahlen für die Monate November und Dezember 2025 machen noch mehr Hoffnung. Mit 1,8 Prozent stiegen die Verbraucherpreise in diesen zwei Monaten den Berechnungen nach so langsam wie seit September 2024 nicht mehr. Damit lag die Inflation erstmals wieder unter dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank.

Energie und Lebensmittel günstiger

Grund dafür sind laut dem Bundesamt die niedrigeren Energiepreise. Strom, Treibstoff und Gas kosteten im Dezember im Schnitt 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Kosten für Lebensmittel entspannten sich. Butter und Olivenöl wurden zum Beispiel günstiger.

Viele Nahrungsmittel kosteten dennoch deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. So waren Rindfleisch und Geflügel spürbar teurer als ein Jahr zuvor. Außerdem waren die Kosten für Dienstleistungen erneut höher – mit einer Preissteigerung von 3,5 Prozent im Schnitt. Dazu trugen insbesondere Versicherungen und Bahnpreise bei.

Erwartungen für die Inflation 2026

Volkswirte erwarten, dass die Inflationsrate im laufenden Jahr über der Marke von zwei Prozent bleiben wird. Mit rasant steigenden Preisen wie 2022 und 2023 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sei jedoch nicht zu rechnen.

Das ifo-Institut prognostiziert für 2026 eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent und 2,3 Prozent für 2027. Gegen eine deutlich niedrigere Inflation spreche unter anderem der Preisanstieg beim Deutschlandticket und die Erhöhung des Mindestlohns, der sich auf den Dienstleistungssektor auswirke.

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