Eigentlich gilt Florida als Sonnenstaat der USA. Doch wie im Rest von Nordamerika ist es dort derzeit ungewöhnlich kalt – so kalt, dass massenhaft erstarrte Leguane von den Bäumen fallen.
Im US-Bundesstaat Florida fallen massenhaft Leguane von den Bäumen. Weil es dort zuletzt ungewöhnlich kalt war, verfallen die wechselwarmen Tiere in eine Kältestarre und landen bewegungslos auf den Böden. Die zuständige Naturschutzbehörde FWC richtete Sammelstellen für die regungslosen Tiere ein – falls Bewohner sie von ihren Grundstücken entfernen wollen.
Die Leguane sterben nicht, sondern aktivieren wegen der Kälte einen Überlebensmodus. Weil sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, sind sie auf Wärme von außen angewiesen. Am wohlsten fühlen sie sich bei 25 bis 28 Grad Celsius.
Bei unter zehn Grad verlangsamen sich ihre Körperfunktionen, bei unter fünf bis sieben Grad können sie in die Kältestarre verfallen, um Energie zu sparen. Wird es wieder wärmer, tauen sie auf und leben normal weiter. Sie tragen keine bleibenden Schäden davon.
Leguane sind in Florida eine invasive Art
Wenn sich Leguane zum Zeitpunkt der Schockstarre in Bäumen aufhalten – ihrem Lebensraum -, dann fallen sie herab. In Florida sind Hunderte solcher erstarrten Tiere auf Bildern und Videos zu sehen.
Die Grünen Leguane stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Seit einigen Jahren verbreiten sie sich als invasive Art auch in Florida. Die Tiere sind in den USA nicht geschützt und haben laut Naturschutzbehörde FWC sogar schädlicher Auswirkungen auf das dortige Ökosystem. Die gesammelten erstarrten Tiere werden deshalb entweder getötet oder in einigen Fällen an lizenzierte Tierhändler weitergegeben.
Zahlreiche Menschen wegen Kältewelle gestorben
Die USA werden derzeit von einer ungewöhnlich starken Kältewelle heimgesucht. Grund dafür ist ein Kaltlufteinbruch aus der Arktis. Mehr als hundert Menschen sind im Zusammenhang mit den niedrigen Temperaturen seit dem 24. Januar gestorben.
Es kommt zu großflächigen Stromausfällen, etwa weil Eisstürme Masten und Leitungen beschädigen. In Tennessee und Mississippi haben mehr als 70.000 Haushalte und Unternehmen seit mehr als einer Woche keinen Strom.
In New York City sind nach Angaben des Bürgermeisters 13 Menschen an der Kälte gestorben – Unterkühlung habe ihren Tod mitverursacht. Weitere Todesfälle wurden aus den Bundesstaaten Indiana, Louisiana, South Carolina und Texas gemeldet.
