Höchste Warnstufe auf indonesischer Insel Java nach Vulkanausbruch

Höchste Warnstufe auf indonesischer Insel Java nach Vulkanausbruch

Der Berg Semeru setzt während eines Ausbruchs vulkanisches Material frei.

Stand: 19.11.2025 15:39 Uhr

Der Vulkan Semeru auf der indonesischen Insel Java spuckt derzeit kilometerhohe Aschewolken. Die Regierung hat die höchste Warnstufe ausgerufen. Mehr als 300 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Nach einer Reihe starker Eruptionen hat Indonesien die Warnstufe für den Vulkan Semeru auf der Insel Java auf das höchste Niveau angehoben. Der 3.676 Meter hohe Berg ist der höchste Gipfel auf Java, der bevölkerungsreichsten Insel des Landes.

Wie die indonesische Behörde für Vulkanologie mitteilte, hatte der Semeru am Mittwochnachmittag westindonesischer Zeit mehrfach heiße Wolken und Gesteinsmassen ausgestoßen. Pyroklastische Ströme – also Lawinen aus heißem Gas, Lava und Gestein – rasten bis zu sieben Kilometer weit die Hänge hinab. Zudem stieg eine dichte Aschesäule etwa zwei Kilometer in den Himmel. Mehrere Ortschaften wurden dabei mit einer dicken Schicht Vulkanasche bedeckt.

Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 300 Menschen aus gefährdeten Dörfern im Distrikt Lumajang in Notunterkünfte gebracht. Es wurden weder Verletzte noch Todesopfer gemeldet.

Pazifischer Feuerring besonders aktive Zone

Der Semeru, auch Mahameru (“Großer Berg”) genannt, ist regelmäßig aktiv und gehört zu den rund 130 aktiven Vulkanen des Inselstaates. Zuletzt war er Ende 2022 heftig eruptiert. Ein Jahr zuvor starben mindestens 39 Menschen bei einem Ausbruch Semerus. Der Berg liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru, einer beliebten Region für Touristen.

Indonesien befindet sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch besonders aktiven Zone, in der Erdbeben und Vulkanausbrüche häufig vorkommen.

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