Großbrand in Hongkonger Wohnkomplex – Feuermelder funktionierten nicht

Großbrand in Hongkonger Wohnkomplex – Feuermelder funktionierten nicht

Abgebranntes Hochhaus in Hongkong

Stand: 28.11.2025 12:39 Uhr

Die Bewohner der sieben betroffenen Wohntürme hatten wohl kaum eine Chance: Die Feuermelder funktionierten nicht richtig. Das gab die Hongkonger Feuerwehr bekannt – und kündigte Konsequenzen an.

Bei dem Großbrand in Hongkong hat der Feueralarm in den betroffenen Gebäuden nicht richtig funktioniert. Das bestätigte die Feuerwehr. Ein Sprecher kündigte an, das zuständige Wartungsunternehmen zur Verantwortung zu ziehen.

Der Hongkonger Sicherheitschef Chris Tang erklärte die Löscharbeiten inzwischen für beendet. “Das Feuer ist gelöscht und der Rettungseinsatz ist beendet”, sagte Tang. “Unser Ziel ist es nun, die Temperatur in den Gebäuden zu senken. Sobald alles als sicher gilt, wird die Polizei Beweise sichern und weitere Ermittlungen durchführen.” Die Löscharbeiten hatten gut 48 Stunden gedauert.

Das Feuer hatte sich von einem Wohnturm rasant auf die umliegenden ausgebreitet.

200 Menschen gelten weiter als vermisst

Er schließe nicht aus, dass weitere Leichen entdeckt werden, wenn die Polizei die Gebäude durchsuche, so der Sicherheitschef. Bisher gelten noch etwa 200 Menschen als vermisst. Bei dem Feuer in mehreren Hochhäusern waren am Mittwoch mindestens 128 Menschen ums Leben gekommen. 79 Menschen wurden verletzt, darunter auch Feuerwehrleute.

Warum die Flammen an einem der Gebäude ausbrachen, wird noch untersucht. Tang erklärte, die Ermittlungen könnten sich noch über Wochen ziehen. Das Feuer hatte sich rasant auf sechs benachbarte Wohnblöcke ausgebreitet.

Ermittlungen gegen Mitarbeiter einer Baufirma

An den mehr als 30 Stockwerke hohen Wohntürmen liefen Renovierungsarbeiten, weshalb die Gebäude mit Baugerüsten aus Bambus eingefasst waren.

Die Behörden ermitteln gegen drei Männer einer Baufirma wegen fahrlässiger Tötung. Im Fokus der Untersuchung stehen auch Materialien, die bei den Arbeiten verwendet wurden, weil sie möglicherweise gegen Brandschutzbestimmungen verstießen.

Mit Informationen von Benjamin Eyssel, ARD-Studio Peking

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